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Sparrate-Rechner für die Altersvorsorge
200 €
Beliebte Sparrate bei 30-Jaehrigen
37 Jahre
Maximale Laufzeit (ab 30 bis 67)
6-7 %
Historische ETF-Rendite (MSCI World)

Benötigte Sparrate berechnen

Das Wichtigste in Kürze:
  • Je früher du startest, desto weniger Sparrate brauchst du: 25-Jaehrige brauchen nur 130 EUR/Monat für 300.000 EUR, 45-Jaehrige dagegen 530 EUR
  • Fast zwei Drittel des Endkapitals kommen bei langen Laufzeiten aus dem Zinseszins — nicht aus deinen Einzahlungen
  • Im Altersvorsorgedepot senken Zulagen und Steuervorteile deinen tatsächlichen Eigenbeitrag um 20-40 %
  • Faustregel: Mindestens 10 % des Nettoeinkommens für die Altersvorsorge sparen

Warum die richtige Sparrate entscheidend ist

Die Sparrate ist der Hebel, den du direkt kontrollierst. Rendite schwankt, Märkte sind unberechenbar, Förderungen ändern sich. Aber wie viel du monatlich zur Seite legst, bestimmst allein du. Der Sparrate-Rechner zeigt dir, welcher monatliche Betrag nötig ist, um dein konkretes Ziel in der gewünschten Zeit zu erreichen. Wie du deinen Sparplan konkret einrichtest, erklärt der Ratgeber Sparplan einrichten.

Dabei gilt eine einfache Regel: Je früher du anfaengst, desto weniger musst du monatlich sparen. Der Zinseszins-Effekt ist der stärkste Verbuendete in der Altersvorsorge — vorausgesetzt, die Kosten bleiben niedrig. Ein 25-Jaehriger, der 42 Jahre bis zur Rente hat, braucht bei 6 Prozent Rendite nur etwa 130 Euro monatlich für 300.000 Euro Endkapital. Ein 45-Jaehriger mit 22 Jahren Laufzeit muss dafür schon rund 530 Euro monatlich aufbringen — das Vierfache. Beachte außerdem den Inflationseffekt, der dein Zielkapital real schmilzen lässt.

So funktioniert der Rechner

Der Rechner verwendet die klassische Sparplanformel mit monatlicher Einzahlung und Zinseszins. Du gibst dein Wunschkapital ein (z.B. 300.000 Euro für eine monatliche Zusatzrente von ca. 1.000 Euro über 25 Jahre), die Laufzeit bis zur Rente und die erwartete Rendite. Optional kannst du vorhandenes Startkapital angeben, das bereits investiert ist.

Die Berechnung berücksichtigt monatliche Einzahlungen mit monatlicher Verzinsung. Das ist realistischer als jährliche Berechnung, da die meisten Sparpläne monatlich abbuchen. Das Ergebnis zeigt die exakte Sparrate, die du benötigt, um dein Ziel zu erreichen — plus verschiedene Rendite-Szenarien für eine realistische Einschätzung.

Tipp: Setze die Rendite nicht zu optimistisch an. Der MSCI World hat historisch rund 7 Prozent Rendite pro Jahr erzielt (nach Kosten). Plane mit 5 bis 6 Prozent, um einen Puffer zu haben. Wenn es besser läuft, erreichst du dein Ziel früher — oder brauchst weniger Sparrate.

Sparrate nach Zielkapital und Laufzeit

Zielkapital 20 Jahre (6 %) 25 Jahre (6 %) 30 Jahre (6 %) 35 Jahre (6 %)
100.000 € 216 € 144 € 100 € 71 €
200.000 € 432 € 288 € 199 € 141 €
300.000 € 647 € 432 € 299 € 212 €
500.000 € 1.079 € 720 € 498 € 353 €

Startkapital: Der unterschätzte Turbo

Wenn du bereits Kapital angespart hast — sei es aus einer Erbschaft, einem Bonus oder bestehendem Depot — wirkt das als Turbo für deinen Sparplan. 10.000 Euro Startkapital, die 30 Jahre bei 6 Prozent Rendite liegen, wachsen allein auf rund 57.000 Euro. Das entspricht einer monatlichen Sparrate von etwa 57 Euro über den gesamten Zeitraum — ohne dass du etwas tun musst.

Der Rechner berücksichtigt vorhandenes Startkapital und zieht es vom Zielkapital ab, bevor die benötigte Sparrate ermittelt wird. So siehst du sofort, wie viel weniger du monatlich brauchst, wenn du mit einem Grundstock startest.

Rendite-Szenarien: Was passiert bei 4 %, 6 % oder 8 %?

Niemand weiss, wie sich die Märkte in Zukunft entwickeln. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Szenarien durchzurechnen. Der Rechner zeigt dir die Sparrate für verschiedene Renditen, damit du weisst, was im besten und im schlechtesten Fall passiert.

Bei 200 Euro monatlich über 30 Jahre ergeben sich folgende Endkapitalien: Bei 4 Prozent Rendite rund 139.000 Euro, bei 6 Prozent etwa 201.000 Euro und bei 8 Prozent rund 298.000 Euro. Der Unterschied zwischen 4 und 8 Prozent ist also mehr als eine Verdopplung. Deshalb sind geringe Kosten so wichtig — jeder Zehntelprozent zaehlt.

Die 50-30-20-Regel für die Sparrate

Eine beliebte Faustregel für die Budgetplanung ist die 50-30-20-Regel: 50 Prozent deines Nettoeinkommens für Grundbeduerfnisse (Miete, Essen, Versicherungen), 30 Prozent für Wünsche (Freizeit, Urlaub, Konsum) und 20 Prozent für Sparen und Schuldenabbau.

Bei 2.500 Euro netto wären das 500 Euro Sparrate. Davon sollte ein Teil in die Altersvorsorge fließen — idealerweise mindestens 10 Prozent des Nettoeinkommens, also 250 Euro. Ob das reicht, hängt von deinem Ziel und deiner Restlaufzeit ab. Mit dem Rechner oben prüfst du das in Sekunden.

So erhöhst du die Sparrate

  • Gehaltserhöhungen direkt anteilig anlegen
  • Steuerrückerstattung reinvestieren
  • Fixkosten-Check (Versicherungen, Abos optimieren)
  • Sonderzahlungen (Weihnachts-/Urlaubsgeld) nutzen
  • Sparrate jährlich um 2-3 % erhöhen

Häufige Fehler

  • Zu hohe Sparrate, die nicht durchgehalten wird
  • Keinen Notgroschen (3-6 Monatsgehälter) beiseite
  • Sparrate bei Gehaltsanstieg nicht erhöhen
  • Rendite zu optimistisch schätzen
  • Inflation bei der Zielplanung ignorieren
Sparrate und staatliche Förderung im Altersvorsorgedepot

Sparrate und Altersvorsorgedepot kombinieren

Im AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren →
wird deine Sparrate durch staatliche Zulagen und Steuervorteile ergänzt. Familien profitieren besonders über die Kinderzulage. Die Grundzulage von 120 Euro pro Jahr (10 Euro/Monat) reduziert deinen Eigenbeitrag. Mit Kinderzulagen kann der staatliche Anteil deutlich höher ausfallen. Zusätzlich sparst du durch den Sonderausgabenabzug Steuern, die du ebenfalls reinvestieren kannst.

Effektiv zahlst du im Altersvorsorgedepot also weniger ein, als der Rechner als reine Sparrate ausgibt. Wenn der Rechner 250 Euro Sparrate zeigt, zahlst du nach Abzug der Grundzulage nur 240 Euro und bekommst zusätzlich eine Steuerersparnis von bis zu 42 Euro monatlich (bei 42 % Grenzsteuersatz und vollem Sonderausgabenabzug). Dein tatsächlicher Eigenaufwand liegt also bei nur 198 Euro. Welche ETFs sich dafür am besten eignen, erfaehrst du im ETF-Ratgeber.

Rechenbeispiel: 300.000 Euro in 30 Jahren

Rechenbeispiel: Claudia (37) möchte mit 67 über 300.000 EUR verfügen. Sie verdient 42.000 EUR brutto und hat kein Startkapital. Bei 6 % Rendite und 30 Jahren Laufzeit benötigt sie 299 EUR/Monat. Gesamteinzahlung: 107.640 EUR — der Rest (192.360 EUR) kommt aus dem Zinseszins. Im Altersvorsorgedepot reduziert sich ihr Eigenbeitrag durch Grundzulage (10 EUR/Monat) und Steuerersparnis (ca. 30 EUR/Monat bei 30 % Grenzsteuersatz) auf effektiv 259 EUR.

Ziel: 300.000 Euro Endkapital mit 67 Jahren. Startkapital: 0 Euro. Erwartete Rendite: 6 Prozent p.a. Laufzeit: 30 Jahre.

Der Rechner ergibt eine benötigte Sparrate von rund 299 Euro monatlich. Deine Gesamteinzahlung über 30 Jahre beträgt 107.640 Euro. Der Rest — also rund 192.360 Euro — kommt aus Zinsen und Zinseszins. Das bedeutet: Fast zwei Drittel deines Endkapitals stammen aus der Rendite, nicht aus deinen Einzahlungen. Das zeigt die Macht des Zinseszins bei langer Laufzeit.

Mit dem Altersvorsorgedepot und Grundzulage reduziert sich dein Eigenbeitrag auf ca. 289 Euro. Rechnest du die Steuerersparnis hinzu, zahlst du effektiv nur rund 250 bis 260 Euro monatlich für 300.000 Euro Endkapital.

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Das Altersvorsorgedepot befindet sich im Gesetzgebungsprozess — Details können sich noch ändern.

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