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Kinderzulage-Rechner für Familien beim Altersvorsorgedepot
300 €
Kinderzulage pro Kind und Jahr
120 €
Grundzulage pro Person und Jahr
bis 80 %
Förderquote für Familien mit 3+ Kindern

Deine Kinderzulage berechnen

Das Wichtigste in Kürze:
  • 300 EUR Kinderzulage pro Kind und Jahr — zusätzlich zur Grundzulage von bis zu 540 EUR
  • Förderquote bei 2 Kindern und 100 EUR/Monat Eigenbeitrag: 60 % allein durch Zulagen, mit Steuerersparnis über 90 %
  • Kinderzulage läuft bis zum 25. Geburtstag des Kindes (solange Kindergeld bezogen wird)
  • Beide Elternteile sollten je ein Altersvorsorgedepot führen — jeder erhält die eigene Grundzulage
  • Mindestbeitrag für volle Zulage: nur 60 EUR pro Jahr

Wie die Kinderzulage funktioniert

Das AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
Mehr erfahren →
fördert Familien mit einer Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und Jahr. Diese Zulage wird zusätzlich zur Grundzulage von bis zu 540 Euro auf dein Depot eingezahlt — der Staat legt also direkt Geld für deine Altersvorsorge dazu. Die Kinderzulage gibt es für jedes Kind, für das du Kindergeld beziehst. Alle Hintergründe findest du im Ratgeber Kinderzulage.

Die Zulage wird in der Regel dem Elternteil gutgeschrieben, der das Kindergeld erhält. Bei Ehepaaren kann die Zuordnung flexibel gestaltet werden. Beide Partner können ein eigenes Altersvorsorgedepot bei einem zertifizierten Anbieter führen und jeweils die Grundzulage erhalten — die Kinderzulage wird aber nur einmal pro Kind gezahlt. Mehr zur Erhöhung der Kinderzulage auf 300 Euro findest du in den News.

Förderquote: Was der Staat wirklich zuschiesst

Die Förderquote zeigt das Verhältnis zwischen staatlicher Förderung und deinem Eigenbeitrag. Je mehr Kinder du hast und je geringer dein Eigenbeitrag, desto höher ist die Quote. Bei einer Familie mit drei Kindern und 100 Euro Eigenbeitrag monatlich ergibt sich eine Zulagen-Summe von 1.020 Euro pro Jahr (120 Grundzulage + 3 x 300 Kinderzulage) bei einem Eigenbeitrag von 1.200 Euro — das entspricht einer Förderquote von 85 Prozent. Der Staat verdoppelt also nahezu deinen Beitrag.

Dazu kommt der Sonderausgabenabzug: Bis zu 1.800 Euro pro Jahr kannst du als Sonderausgaben geltend machen. Bei einem Grenzsteuersatz von 35 Prozent sind das weitere 420 Euro Steuerersparnis. Die Gesamtförderquote (Zulagen plus Steuerersparnis im Verhältnis zum Eigenbeitrag) kann bei Familien weit über 100 Prozent liegen.

Mindestbeitrag beachten: Um die volle Zulage zu erhalten, musst du einen Mindesteigenbeitrag leisten. Dieser liegt bei 60 Euro pro Jahr. Wer weniger einzahlt, erhält die Zulagen nur anteilig. Bei 100 Euro monatlich bist du in jedem Fall weit darüber.

Kinderzulage nach Anzahl der Kinder

Kinder Kinderzulage/Jahr + Grundzulage Gesamtzulage/Jahr Förderquote (bei 100 €/Monat)
0 0 € 120 € 120 € 10 %
1 300 € 120 € 420 € 35 %
2 600 € 120 € 720 € 60 %
3 900 € 120 € 1.020 € 85 %
4 1.200 € 120 € 1.320 € 110 %

Wann die Kinderzulage endet

Die Kinderzulage wird gezahlt, solange du für das Kind Kindergeld erhältst. Das ist in der Regel bis zum 18. Geburtstag, bei Ausbildung oder Studium bis zum 25. Geburtstag. Danach entfällt die Kinderzulage für dieses Kind, die Grundzulage bleibt bestehen.

Das hat Auswirkungen auf die Langzeitplanung: Wenn dein juengstes Kind 5 Jahre alt ist, bekommst du die Kinderzulage noch 13 bis 20 Jahre lang. Danach sinkt deine Förderquote deutlich. Der Rechner oben berücksichtigt das Alter deines juengsten Kindes und zeigt, wie lange die Kinderzulage fließt und was danach passiert.

Kinderzulage und staatliche Förderung für Familien

Kinderzulage im Vergleich zum alten Riester-System

Die Kinderzulage ist ein Erbe des Riester-Systems. Wer von Riester wechseln möchte, findet Details im Riester-Wechsel-Rechner. Beim alten Riester-Vertrag betrug die Kinderzulage ebenfalls 300 Euro für nach 2008 geborene Kinder (185 Euro für vorher geborene). Das Altersvorsorgedepot vereinheitlicht dies auf 300 Euro für alle Kinder, unabhängig vom Geburtsjahr. Das ist eine Verbesserung für Eltern älterer Kinder.

Der große Unterschied: Beim Altersvorsorgedepot fließen die Zulagen in kostengünstige ETFs statt in teure Versicherungsprodukte. Die Kinderzulage erwirtschaftet dadurch deutlich mehr Rendite als bei einem klassischen Riester-Vertrag. Über 20 Jahre machen die geringeren Kosten und die höhere Rendite einen Unterschied von mehreren Tausend Euro — pro Kind.

Optimale Strategie für Familien mit Kindern

Familien mit Kindern haben mehrere Stellschrauben, um die Förderung zu maximieren. Der Ratgeber Ehepartner-Förderung erklärt die Möglichkeiten für Paare. Erstens: Beide Partner sollten ein Altersvorsorgedepot führen. Jeder erhält die Grundzulage von bis zu 540 Euro. Die Kinderzulage geht an den Kindergeldempfaenger, aber der andere Partner profitiert trotzdem von seiner eigenen Grundzulage.

Zweitens: Der Eigenbeitrag muss nicht hoch sein, um die volle Zulage zu bekommen. Der Mindesteigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr ist schnell erreicht. Bei 50 Euro monatlich bist du bei 600 Euro Eigenbeitrag — und bekommst mit zwei Kindern 720 Euro Zulagen obendrauf. Das ergibt eine Förderquote von 120 Prozent.

Drittens: Nutze den Sonderausgabenabzug. Bis zu 1.800 Euro pro Jahr sind absetzbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent sind das 504 Euro Steuerersparnis. Zusammen mit den Zulagen ergibt das eine Gesamtförderung, die den Eigenbeitrag bei Familien oft deutlich übersteigt. Eine genaue Übersicht gibt der Förderungs-Rechner.

So maximierst du die Familienförderung

  • Beide Partner führen ein Altersvorsorgedepot
  • Mindestbeitrag einhalten (60 EUR/Jahr)
  • Sonderausgabenabzug voll nutzen
  • Früh anfangen (Zinseszins auf Zulagen)
  • Nach Wegfall der Kinderzulage Eigenbeitrag erhöhen

Häufige Fehler

  • Nur ein Partner spart (Grundzulage verschenkt)
  • Kindergeld-Änderung nicht gemeldet
  • Sonderausgabenabzug vergessen
  • Nach dem 25. Geburtstag des Kindes nicht angepasst
  • Mindesteigenbeitrag nicht erreicht

Rechenbeispiel: Familie mit 2 Kindern

Rechenbeispiel: Elena (35), Erzieherin, verdient 38.000 EUR brutto und hat 2 Kinder (3 und 6 Jahre). Sie zahlt 100 EUR/Monat Eigenbeitrag. Jährliche Zulagen: 720 EUR (120 EUR Grundzulage + 600 EUR Kinderzulage). Plus 360 EUR Steuerersparnis durch Sonderausgabenabzug. Gesamtförderung: 1.080 EUR bei 1.200 EUR Eigenbeitrag = 90 % Förderquote. Nach 32 Jahren Endkapital: ca. 198.000 EUR — davon 46.000 EUR allein aus Zulagen und deren Rendite. Ohne Kinderzulage wären es nur 152.000 EUR.

Mutter, 35 Jahre, 2 Kinder (3 und 5 Jahre alt), 100 Euro Eigenbeitrag monatlich, 45.000 Euro Bruttoeinkommen, 6 Prozent Rendite.

Jährliche Zulagen: bis zu 540 Euro Grundzulage + 600 Euro Kinderzulage = 720 Euro. Monatlicher Gesamtbeitrag: 100 Euro Eigenbeitrag + 60 Euro Zulagen = 160 Euro effektiv. Sonderausgabenabzug: 1.200 Euro x 30 % Grenzsteuersatz = 360 Euro Steuerersparnis pro Jahr. Gesamtförderung: 720 + 360 = 1.080 Euro pro Jahr bei 1.200 Euro Eigenbeitrag — eine Förderquote von 90 Prozent.

Nach 32 Jahren (bis 67) ergibt das ein Endkapital von rund 198.000 Euro — davon stammen rund 46.000 Euro allein aus staatlichen Zulagen und deren Rendite. Ohne Kinder wäre das Endkapital bei gleicher Sparrate rund 152.000 Euro. Die Kinderzulage bringt also über 46.000 Euro Unterschied.

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Das Altersvorsorgedepot befindet sich im Gesetzgebungsprozess — Details können sich noch ändern.

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