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Vorzeitige Entnahme aus dem Altersvorsorgedepot

Vorzeitige Entnahme auf einen Blick

  • Status FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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    — Zulagen + Steuervorteile zurückzahlen
  • Kursgewinne Darfst du behalten
  • Besteuerung der Gewinne AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    (26,375%)
  • Alternative Vertrag ruhen lassen (beitragsfrei stellen)
  • Ausnahmen Tod, Erwerbsminderung, Wohn-Riester-Nachfolge

Was passiert bei vorzeitiger Entnahme?

Wenn du dein Altersvorsorgedepot vor dem Erreichen des Rentenalters (65 Jahre) kündigst oder das Guthaben entnimmst, gilt das als FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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e Verwendung. Das klingt dramatisch, aber die Konseqünzen sind klar umrissen:

Vorzeitige Entnahme und Alternativen beim Altersvorsorgedepot
  1. Alle erhaltenen Zulagen (GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    + KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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    ) werden vom Guthaben abgezogen und an das BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter. zurückgeführt.
  2. Alle Steuervorteile aus dem SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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    werden über die nächste Steuererklärung zurückgefordert.
  3. Die Kursgewinne bleiben dir. Alles, was dein Depot durch Wertsteigerung gewonnen hat, gehört dir — abzüglich AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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    auf die Gewinne.

Rechenbeispiel: Sabine, 42 Jahre, kündigt nach 10 Jahren

Sabine hat 10 Jahre lang 150 EUR monatlich eingezahlt. Sie hat ein Kind und bezieht ein Bruttoeinkommen von 42.000 EUR.

PositionBetrag
Eigenbeiträge (10 Jahre x 1.800 EUR)18.000 EUR
Erhaltene Grundzulagen (10 x 540 EUR)5.400 EUR
Erhaltene Kinderzulagen (10 x 300 EUR)1.800 EUR
Steuervorteile (geschätzt, 10 Jahre)~2.800 EUR
Kursgewinne (6% p.a. Durchschnitt)~10.200 EUR
Depot-Gesamtwert~36.600 EUR

Was bekommt Sabine bei Kündigung?

PositionBetrag
Depot-Gesamtwert36.600 EUR
Abzug: Grundzulagen zurück-5.400 EUR
Abzug: Kinderzulagen zurück-3.000 EUR
Abzug: Abgeltungsteuer auf Gewinne (26,375% auf 10.200 EUR)-2.690 EUR
Netto-Auszahlung25.510 EUR
Zusätzlich: Steuervorteile zurückzahlen (nächste Steuererklärung)-2.800 EUR
Effektiver Gesamtertrag22.710 EUR

Sabine hat 18.000 EUR eingezahlt und bekommt effektiv 22.710 EUR zurück. Das ist ein Plus von 4.710 EUR — trotz Rückzahlung aller Förderungen. Der Grund: Die Kursgewinne von 10.200 EUR übersteigen die Rückzahlungen deutlich.

Vorzeitige Entnahme Rechenbeispiel Vergleich

Wann lohnt sich die vorzeitige Entnahme?

Die vorzeitige Kündigung ist kein Weltuntergang. In folgenden Situationen kann sie sinnvoll sein. Wer hingegen ein freies ETF-Depot besitzt und im Ruhestand nachhaltig Kapital entnehmen will, sollte die 4-Prozent-Regel kennen — sie zeigt, welcher Entnahmesatz das Depot langfristig erhält:

Szenario 1: Hohe Schulden tilgen

Wenn du Konsumkredite mit 8-15% Zinsen bedienst, kann die Kündigung des Depots wirtschaftlich sinnvoll sein. Die gesparten Kreditzinsen übersteigen den Verlust der Förderung oft deutlich. Rechne aber genau nach und prüfe zürst, ob eine Beitragsfreistellung nicht ausreicht.

Szenario 2: Drohende Privatinsolvenz

Interessant: Das Altersvorsorgedepot ist grundsätzlich pfändungsgeschützt. Bei einer Privatinsolvenz bleibt es also erhalten. Eine vorzeitige Entnahme wäre hier in der Regel kontraproduktiv — das Geld wäre dann pfändbar.

Szenario 3: Existenzgründung

Wenn du Kapital für eine Selbstständigkeit brauchst und keine anderen Reserven hast, kann die Entnahme eine Option sein. Bedenke: Als Selbstständiger verlierst du ohnehin die Förderberechtigung (wenn nicht mehr PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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), der Vertrag würde ruhen.

Szenario 4: Langfristige Arbeitslosigkeit

Im Bürgergeld ist das Altersvorsorgedepot geschützt. Du musst es nicht auflösen. Erst bei einem Vermögen über 40.000 EUR (Einzelperson) würde es relevant. In den meisten Fällen: Ruhen lassen.

Wichtig: In fast allen Fällen ist das Ruhenlassen (Beitragsfreistellung) die bessere Option als die Kündigung. Der Vertrag bleibt bestehen, die bereits erhaltenen Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten, und das Kapital arbeitet weiter. Die Kündigung sollte nur der letzte Ausweg sein.

Alternative: Beitragsfreistellung

Statt zu kündigen, kannst du deinen Vertrag jederzeit beitragsfrei stellen. Das bedeutet:

  • Du zahlst keine Beiträge mehr ein
  • Die bisherigen Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten
  • Dein Kapital bleibt investiert und wächst weiter
  • Du kannst später wieder einzahlen, wenn sich deine Situation ändert
  • Im Rentenalter bekommst du die reguläre Auszahlung

Vergleich: Kündigen vs. Ruhen lassen

Am Beispiel von Sabine (36.600 EUR Depot nach 10 Jahren). Was wäre, wenn sie den Vertrag weitere 23 Jahre bis zur Rente ruhen lässt — ohne einen weiteren Euro einzuzahlen?

OptionSofortige KündigungRuhen lassen bis 65
Verfügbar abSofortMit 65 Jahren
Kapital bei Entnahme~25.510 EUR netto~139.400 EUR brutto (6% p.a., 23 Jahre)
Steuer2.690 EUR Abgeltungsteuer + 2.800 EUR Nachzahlung~20.900 EUR (nachgelagert, ~15%)
Netto gesamt~22.710 EUR~118.500 EUR

Vereinfachte Berechnung, 6% p.a. Rendite, 15% Durchschnittssteuersatz im Alter.

Der Unterschied ist enorm: Sabines 36.600 EUR würden sich in 23 Jahren auf über 139.000 EUR entwickeln. Selbst nach Steuern blieben ihr fast 96.000 EUR mehr als bei sofortiger Kündigung. Der Zinseszinseffekt und die steuerfreie Thesaurierung im Altersvorsorgedepot machen den Unterschied.

Faustregel: Je länger die Restlaufzeit bis zur Rente, desto teurer ist die Kündigung. Wer noch 20+ Jahre bis zur Rente hat, sollte nur bei echten Notfällen kündigen. Wer nur noch 5 Jahre hat, verliert vergleichsweise wenig.

Sonderfall: Teilentnahme für Wohneigentum

Eine Entnahme für selbstgenutztes Wohneigentum ist unter bestimmten Bedingungen möglich, ohne dass die Förderung verloren geht. Dies ist die sogenannte Wohnförderung (Nachfolger des Wohn-Riesters). Dabei wird das entnommene Kapital auf einem Wohnförderkonto verbucht und später nachgelagert besteuert. Details findest du im Ratgeber Förderschädliche Verwendung.

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