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Sparplan fürs Altersvorsorgedepot einrichten

Sparplan — Das Wichtigste

  • Zeitaufwand Einrichtung ca. 30 Minuten (online)
  • Mindestsparrate 10 EUR/Monat
  • Optimale Sparrate Sockelbetrag für volle Förderung
  • Wichtigster Schritt DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    aktivieren
  • Empfohlener ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    Breit gestreuter Welt-ETF (TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    < 0,25%)

Einen Sparplan fürs Altersvorsorgedepot einzurichten ist einfacher als die meisten denken. Du brauchst kein Finanzwissen, keinen Berater und keine Vorkenntnisse. Alles läuft online, und nach der Einrichtung musst du dich um nichts mehr kümmern. Der Sparplan läuft automatisch jeden Monat.

Voraussetzung: Du bist PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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in der gesetzlichen Rentenversicherung oder hast einen förderfähigen Ehepartner. Ob du berechtigt bist, erfährst du im Ratgeber Wer ist förderberechtigt?

Schritt 1: Anbieter wählen

Die Wahl des Anbieters ist die wichtigste Entscheidung. Sie bestimmt, welche ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s dir zur Verfügung stehen und was du an Gebühren zahlst. Achte auf drei Dinge:

  • Kosten: Depotführungsgebühren, Transaktionskosten, Ausgabeaufschläge — je weniger, desto besser
  • ETF-Auswahl: Bietet der Anbieter günstige Welt-ETFs an (MSCI World, FTSE All-World)?
  • Garantie-Optionen: Gibt es alle drei Stufen (100%, 80%, ohne)?
KriteriumGuter AnbieterTeurer Anbieter
Depotgebühr/Jahr0-20 EUR30-60 EUR
Günstigster ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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0,10-0,20% TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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0,40-1,00% TER
Sparplan-Gebühr0 EUR1-3 EUR pro Ausführung
Garantie-VariantenAlle 3 StufenNur Standarddepot
Online-EinrichtungJa, komplett digitalTeilweise nur per Post

Einen detaillierten Vergleich findest du im Anbieter-Vergleich.

Tipp: Lass dich nicht von Banken oder Versicherungsvertretern ein Altersvorsorgedepot aufschwatzen, ohne vorher die Kosten verglichen zu haben. Viele Bankberater verkaufen hauseigene Produkte, die deutlich teurer sind als Online-Anbieter.

Schritt 2: Depot eröffnen

Die Depoteröffnung funktioniert bei den meisten Anbietern komplett online. Du brauchst:

  • Personalausweis oder Reisepass (für Video-Ident)
  • Steuer-Identifikationsnummer (steht auf deinem Steuerbescheid)
  • Sozialversicherungsnummer (steht auf deiner Renteninformation)
  • Bankverbindung für den Lastschrifteinzug

Der Anbieter prüft deine Förderberechtigung automatisch über das BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter.. Du musst nichts nachweisen.

Die Identifikation läuft per Video-Ident (5 Minuten) oder in einer Postfiliale. Online-Anbieter bieten fast immer Video-Ident an — schneller und bequemer.

Schritt 3: ETF auswählen

Nach der Depoteröffnung wählst du, in welchen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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dein Geld fliesst. Die Empfehlung ist klar: ein einziger, breit gestreuter Welt-ETF.

  • MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    :
    1.500+ Unternehmen aus 23 Industrieländern, ~7% Rendite historisch
  • FTSE All-World: 4.000+ Unternehmen aus 49 Ländern, inkl. Schwellenländer
  • MSCI ACWI: 2.900+ Unternehmen, Mittelweg zwischen beiden

Alle drei sind gute Optionen. Wähle den mit der niedrigsten TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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bei deinem Anbieter. Mehr zur ETF-Wahl: ETF-Auswahl im Detail.

ETF-Auswahl für den Sparplan

Schritt 4: Sparrate festlegen

Die Sparrate bestimmt, wie viel du monatlich einzahlst. Der absolute Mindestbetrag liegt bei 10 EUR pro Monat. Für die volle Förderung solltest du aber den Sockelbetrag erreichen.

Der Sockelbetrag hängt von deinem Bruttoeinkommen ab: 3% vom Vorjahresbrutto, abzüglich der Zulagen, mindestens 120 EUR pro Jahr. Klingt kompliziert — berechne es einfach mit unserem Rechner.

BruttoeinkommenSockelbetrag/MonatZulagen/JahrEffektive Belastung
25.000 EUR~63 EURbis 540 EUR~18 EUR/Monat*
35.000 EUR~88 EURbis 540 EUR~43 EUR/Monat*
50.000 EUR~125 EURbis 540 EUR~80 EUR/Monat*
65.000 EUR~150 EURbis 540 EUR~105 EUR/Monat*

*Nach Abzug von Zulagen und Steuerersparnis

Wichtig: Die Sparrate kannst du jederzeit ändern. Starte lieber mit weniger und erhöhe später, als gar nicht anzufangen. Selbst 10 EUR pro Monat sind besser als nichts — und du sicherst dir zumindest die Grundzulage anteilig.

Schritt 5: Dauerzulagenantrag stellen

Das ist der Schritt, den die meisten vergessen — und der am meisten kostet. Mit dem DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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ermächtigst du deinen Anbieter, jedes Jahr automatisch die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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und KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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beim BZSt zu beantragen.

Ohne diesen Antrag bekommst du keine Zulagen. Kein Geld vom Staat. Bei den meisten Online-Anbietern ist das ein Häkchen während der Depoteröffnung. Achte darauf, dass es aktiviert ist.

Falls du Kinder hast: Gib die Kindergeld-Berechtigung an. Die KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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bringt bis zu 300 EUR pro Kind und Jahr. Das summiert sich schnell.

Schritt 6: Erste Ausführung und Kontrolle

Nach der Einrichtung wird dein Sparplan zum gewählten Datum (meist 1. oder 15. des Monats) erstmals ausgeführt. Prüfe nach der ersten Ausführung:

  • Wurde der richtige Betrag abgebucht?
  • Wurde der richtige ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    gekauft?
  • Ist der Dauerzulagenantrag im System hinterlegt?
  • Stimmt die Garantiestufe?

Danach: Sparplan laufen lassen. Einmal im Jahr prüfen, ob sich dein Einkommen verändert hat und ob du die Sparrate anpassen solltest. Ansonsten: nichts tun. Das ist die Strategie.

Nach der Einrichtung: Steuererklärung nicht vergessen

Am Jahresende (bzw. im Folgejahr) trägst du deine Beiträge in der Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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ein. Dein Anbieter meldet die Daten automatisch ans Finanzamt, aber du musst die Anlage AV trotzdem abgeben. Das Finanzamt führt dann eine GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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durch — und gibt dir entweder die Zulagen oder den SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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, je nachdem was für dich günstiger ist.

Mehr dazu in unseren 7 Steuertipps.

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