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Die 10 häufigsten Fehler beim Altersvorsorgedepot vermeiden

Fehler-Check — Das Wichtigste

  • Teuerster Fehler Kein DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    (bis 540 EUR/Jahr verschenkt)
  • Häufigster Fehler Zu wenig einzahlen (unter Sockelbetrag)
  • Langfrist-Killer Zu teure ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    s (65.000 EUR Unterschied)
  • Psycho-Falle Panikverkauf im Crash
  • Steuer-Falle Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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    vergessen

Das Altersvorsorgedepot ist einfach aufgebaut — aber trotzdem passieren regelmässig die gleichen Fehler. Manche kosten dich ein paar hundert Euro, andere zehntausende. Wir haben die zehn häufigsten Fehler zusammengestellt, zeigen dir, was sie kosten, und wie du sie vermeidest.

Fehler 1: Keinen Dauerzulagenantrag stellen

Der DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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ist ein einmaliges Häkchen beim Depotanbieter. Ohne ihn bekommst du keine GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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und keine KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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. Das klingt banal, aber bei der alten Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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haben rund 30% der Sparer ihre Zulagen nicht beantragt. Pro Jahr gehen so bis zu 540 EUR verloren — über 30 Jahre summiert sich das auf über 16.000 EUR (ohne Zinseszins).

Lösung: Beim Einrichten des Sparplans den Dauerzulagenantrag aktivieren. Einmal ankreuzen, fertig. Dein Anbieter beantragt dann jedes Jahr automatisch die Zulagen beim BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter..

Fehler 2: Zu wenig einzahlen

Um die volle Förderung zu bekommen, musst du einen bestimmten Mindestbeitrag (Sockelbetrag) einzahlen. Wer darunter bleibt, bekommt nur anteilig Zulagen. Bei einem Bruttoeinkommen von 40.000 EUR liegt der Sockelbetrag beispielsweise bei 1.200 EUR pro Jahr (100 EUR/Monat).

BruttoeinkommenSockelbetrag/JahrSockelbetrag/MonatVolle Zulagen
25.000 EUR750 EUR63 EURJa, bei vollem Beitrag
40.000 EUR1.200 EUR100 EURJa, bei vollem Beitrag
55.000 EUR1.650 EUR138 EURJa, bei vollem Beitrag
70.000 EUR1.800 EUR (Maximum)150 EURJa, bei vollem Beitrag

Lösung: Berechne deinen persönlichen Sockelbetrag mit unserem Rechner. Der Mindestbeitrag liegt bei 120 EUR pro Jahr (10 EUR/Monat) — darunter geht nichts.

Fehler 3: Falsche Garantiestufe wählen

Das Altersvorsorgedepot bietet drei Garantiestufen: 100%, 80% oder ohne Garantie. Die volle Garantie klingt sicher, kostet dich aber massiv Rendite. Denn der Anbieter muss einen Grossteil deines Geldes in sichere, aber renditeschwache Anleihen stecken.

Wer jung ist (unter 40) und noch Jahrzehnte bis zur Rente hat, fährt mit der geringsten Garantiestufe fast immer besser. Historisch hat ein breit gestreuter ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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wie der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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über jeden 15-Jahres-Zeitraum positiv abgeschnitten — auch inklusive aller Crashs.

Lösung: Je länger bis zur Rente, desto weniger Garantie brauchst du. Ab 50+ kann eine höhere Absicherung sinnvoll sein. Mehr dazu im Ratgeber Garantie-Varianten.

Fehler 4: Zu teure ETFs nehmen

Der Unterschied zwischen einem günstigen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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mit 0,2% TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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und dem Standarddepot mit 1,0% beträgt über 37 Jahre rund 65.000 EUR. Das ist kein Rundungsfehler — das ist ein Kleinwagen.

Kostenvergleich ETFs im Altersvorsorgedepot
TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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Endkapital (37 Jahre, 150 EUR/Monat)Verlust durch Kosten
0,2%~340.000 EURReferenz
0,5%~310.000 EUR-30.000 EUR
1,0%~275.000 EUR-65.000 EUR

Lösung: Wähle einen breit gestreuten Welt-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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mit einer TER unter 0,25%. Achte bei der ETF-Auswahl auf die Gesamtkosten, nicht auf den Namen.

Fehler 5: Kinderzulage vergessen

Pro kindergeldberechtigtem Kind gibt es bis zu 300 EUR KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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pro Jahr. Bei zwei Kindern sind das 600 EUR — geschenkt. Trotzdem wird die Kinderzulage häufig nicht beantragt, weil Eltern nicht wissen, dass sie separat angegeben werden muss.

Lösung: Bei Geburt eines Kindes sofort den Anbieter informieren. Die Kinderzulage läuft über den DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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, muss aber mit der Kindergeld-Berechtigung verknüpft werden. Mehr dazu: Wer bekommt die Kinderzulage?

Fehler 6: Kein Rebalancing

Wenn du mehrere ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s im Depot hast (z.B. 70% Aktien-Welt, 30% Anleihen), verschieben sich die Anteile über die Zeit. Nach einem guten Börsenjahr stehen Aktien vielleicht bei 80%, Anleihen nur noch bei 20%. Das Risiko steigt unbemerkt.

Der grosse Vorteil im Altersvorsorgedepot: RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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ist komplett steuerfrei. In einem normalen Depot würdest du beim Umschichten AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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zahlen — hier nicht.

Lösung: Einmal pro Jahr die Gewichtung prüfen und bei Abweichungen über 5% umschichten. Mehr dazu in der Rebalancing-Anleitung.

Fehler 7: Panikverkauf bei einem Crash

Börsencrashs gehören dazu. Im Schnitt fällt der Markt alle 8-10 Jahre um 30% oder mehr. Wer dann panisch verkauft, macht aus einem temporären Buchverlust einen echten Verlust. Der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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hat sich nach jedem Crash der letzten 50 Jahre wieder erholt — meistens innerhalb von 2-5 Jahren.

Das Altersvorsorgedepot ist ohnehin auf Jahrzehnte angelegt. Ein Crash in Jahr 5 von 37 ist irrelevant für dein Endergebnis.

Lösung: Sparplan weiterlaufen lassen. In Crashphasen kaufst du automatisch günstigere Anteile (Cost-Average-Effekt). Nicht ins Depot schauen, wenn du nervös wirst.

Fehler 8: Zu spät anfangen

Jedes Jahr Verzögerung kostet dich überproportional viel Endkapital. Der Zinseszinseffekt braucht Zeit — die letzten Jahre bringen am meisten, aber nur, wenn du früh angefangen hast.

Start mitSparzeitEingezahltEndkapital (6% p.a.)
25 Jahren42 Jahre75.600 EUR~380.000 EUR
30 Jahren37 Jahre66.600 EUR~285.000 EUR
35 Jahren32 Jahre57.600 EUR~210.000 EUR
40 Jahren27 Jahre48.600 EUR~150.000 EUR

Annahme: 150 EUR/Monat, 6% Rendite vor Kosten, ohne Zulagen

Wer mit 25 statt 40 anfängt, hat bei gleicher Sparrate 230.000 EUR mehr. Mehr dazu: Mit 20 starten.

Fehler 9: Steuererklärung vergessen

Der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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bringt dir zusätzlich zum Zulagen-System eine Steuerersparnis. Dafür musst du aber die Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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in deiner Steuererklärung ausfüllen. Das Finanzamt führt dann automatisch eine GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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durch und gibt dir das bessere Ergebnis: entweder die Zulagen oder den Steuervorteil.

Bei einem GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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von 35% und vollem Beitrag von 1.800 EUR ergibt das eine Steuerersparnis von bis zu 630 EUR — abzüglich der bereits erhaltenen Zulagen. Wer keine Steuererklärung macht, bekommt nur die Zulagen.

Lösung: Steuererklärung machen. Die Anlage AV wird grösstenteils vom Anbieter vorausgefüllt. Mehr dazu: 7 Steuertipps.

Fehler 10: Anbieterwechsel scheuen

Wenn dein Anbieter zu teuer ist oder schlechte ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Auswahl bietet, kannst du wechseln. Das Recht auf Anbieterwechsel ist gesetzlich garantiert und darf maximal 50 EUR kosten. Trotzdem bleiben viele bei einem teuren Anbieter, weil der Wechsel "kompliziert" wirkt.

In Wahrheit ist der Wechsel ein Formular. Dein neuer Anbieter übernimmt den Papierkram. Deine Zulagen und Steuervorteile bleiben vollständig erhalten. Nichts geht verloren. Nur ein FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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er Abbruch (Geld vor Rente entnehmen) wäre problematisch.

Lösung: Vergleiche die Anbieter im Anbieter-Vergleich. Wenn du mehr als 0,5% TER zahlst und es günstigere Optionen gibt — wechseln.

Machst du einen dieser Fehler?

Berechne dein optimales Altersvorsorgedepot und prüfe, ob du das Maximum herausholst.

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