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Ab 2027 gibt es staatlich geförderte ETF-Depots zur Altersvorsorge — die Aktienrente. Hier erfährst du alles dazu.

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Cost-Averaging — regelmäßig investieren mit Sparplan

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Cost-Averaging = fester Betrag in regelmäßigen Abständen investieren z.B. 200 EUR/Monat
  • Bei niedrigen Kursen kaufst du automatisch mehr Anteile günstiger Durchschnittspreis
  • Kein Timing nötig Einstiegszeitpunkt wird irrelevant
  • Altersvorsorgedepot-Sparplan automatisches Cost-Averaging
  • Psychologischer Vorteil kein Stress bei fallenden Kursen
  • GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    + SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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    belohnen regelmäßige Einzahlung

Was ist Cost-Averaging?

Cost-Averaging Sparplan regelmäßig investieren

Cost-Averaging (auf Deutsch: Durchschnittskosteneffekt) bedeutet, dass du regelmäßig einen festen Betrag investierst — unabhängig davon, ob die Kurse gerade hoch oder niedrig stehen. Dadurch kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger.

Das Ergebnis: Dein durchschnittlicher Einstiegspreis liegt unter dem arithmetischen Mittel der Kurse. Du bezahlst nie den Höchstpreis, weil du nie alles auf einmal investierst. Und du verpasst nie den Tiefpunkt, weil du immer investiert bist.

Im Altersvorsorgedepot ist Cost-Averaging die Standard-Methode. Du richtest einen monatlichen Sparplan ein, und der Effekt tritt automatisch ein.

So funktioniert der Durchschnittskosteneffekt

Ein konkretes Beispiel mit realen MSCI-World-Daten aus dem Jahr 2022 (iShares Core MSCI World UCITS ETF, ISIN IE00B4L5Y983). Du investierst 12 Monate lang jeweils 200 EUR:

MonatKurs (EUR)InvestitionGekaufte Anteile
Jan 202273,50200 EUR2,72
Feb 202270,20200 EUR2,85
März 202268,90200 EUR2,90
Apr 202269,80200 EUR2,87
Mai 202267,50200 EUR2,96
Jun 202262,30200 EUR3,21
Jul 202265,10200 EUR3,07
Aug 202266,80200 EUR2,99
Sep 202260,50200 EUR3,31
Okt 202263,20200 EUR3,16
Nov 202266,40200 EUR3,01
Dez 202264,90200 EUR3,08
Summe-2.400 EUR36,13 Anteile

Dein Durchschnittspreis: 2.400 EUR / 36,13 Anteile = 66,40 EUR. Der arithmetische Durchschnitt der Kurse lag bei 66,59 EUR. Du hast automatisch günstiger gekauft als der Marktdurchschnitt. Und Ende 2023 stand der ETF bei ca. 78 EUR — deine 36,13 Anteile waren dann rund 2.818 EUR wert, obwohl 2022 ein Verlustjahr war. Den aktuellen ETF-Kurs kannst du bei justETF verfolgen.

Cost-Averaging vs. Einmalanlage

Die ehrliche Antwort: Statistisch gesehen schlägt eine Einmalanlage den Sparplan in etwa zwei Drittel aller Fälle — weil die Märkte langfristig steigen und frühes Investieren mehr Zeit zum Wachsen lässt. Den vollständigen Vergleich beider Strategien mit konkreten Zahlen findet sich im Ratgeber Sparplan vs. Einmalanlage.

Aber: Die meisten Anleger haben gar keine große Summe, die sie auf einmal investieren könnten. Das Altersvorsorgedepot ist auf monatliche Beiträge ausgelegt. Und selbst wenn du eine große Summe hättest: Der psychologische Vorteil des Sparplans ist enorm. Wer alles auf einmal investiert und dann einen 30%-Crash erlebt, hält das emotional oft nicht aus.

Warum Sparplan im Altersvorsorgedepot ideal ist

Das Altersvorsorgedepot verlangt regelmäßige Einzahlungen für die volle GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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(175 EUR/Jahr) und den maximalen SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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(1.800 EUR/Jahr). Du betreibst also automatisch Cost-Averaging — es ist keine bewusste Strategieentscheidung, sondern die natürliche Folge der Förderstruktur.

Cost-Averaging in Crash-Phasen

Der größte Vorteil zeigt sich in Krisenzeiten. Während der Finanzkrise 2008/2009 fiel der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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um über 50%. Wer in dieser Phase monatlich weiter investierte, kaufte Anteile zum halben Preis. Als sich die Märkte erholten, waren diese günstig gekauften Anteile überproportional viel wert.

Szenario (2007-2012)Einmalanlage Jan 2007Sparplan 200 EUR/Monat
Investierte Summe14.400 EUR14.400 EUR
Wert Ende 2012ca. 14.800 EURca. 17.200 EUR
Rendite+2,8%+19,4%

In diesem konkreten Zeitraum schlug der Sparplan die Einmalanlage deutlich — weil er die günstigen Einstiegskurse während der Krise ausnutzte.

Häufige Missverständnisse

„Cost-Averaging garantiert Gewinne"

Nein. Wenn die Kurse dauerhaft fallen, verlierst du auch mit Sparplan Geld. Cost-Averaging senkt das Risiko, es eliminiert es nicht. Aber in Kombination mit einem breit gestreuten ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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und einem langen Anlagehorizont (20+ Jahre) ist die Wahrscheinlichkeit von Verlusten historisch nahe null.

„Ich warte auf den perfekten Einstiegszeitpunkt"

Das ist Market Timing — und es funktioniert nicht. Studien zeigen: Wer sofort beginnt und regelmäßig investiert, schlägt fast immer den Anleger, der auf den „richtigen Moment" wartet. Denn während du wartest, verpasst du Rendite.

Nicht mit Sparrate aufhören

Der größte Fehler beim Cost-Averaging: In Crash-Phasen die Sparrate pausieren oder reduzieren. Genau dann kaufst du am günstigsten. Wer den Sparplan im Altersvorsorgedepot stoppt, verliert außerdem die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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und den Steuervorteil für das Jahr. Mehr zum Pausieren des Depots.

Optimale Sparrate bestimmen

Für das Altersvorsorgedepot gilt: Mindestens 120 EUR/Jahr (10 EUR/Monat), um förderberechtigt zu bleiben. Für die volle Zulage brauchst du 4% deines Vorjahres-Bruttoeinkommens abzüglich Zulagen. Bei 40.000 EUR Brutto wären das 1.600 EUR abzüglich 175 EUR GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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= 1.425 EUR Eigenbeitrag, also ca. 119 EUR/Monat.

Der Sonderausgabenhöchstbetrag liegt bei 1.800 EUR/Jahr (150 EUR/Monat). Mehr einzahlen kannst du, aber der Steuervorteil ist dann ausgereizt. Laut dem Deutschen Aktieninstitut besitzen inzwischen über 12 Millionen Deutsche Aktien oder Aktienfonds — viele davon über regelmäßige Sparpläne. Mehr Details: Wie viel sollte ich einzahlen?

Praxis-Tipp: Sparplan am Monatsanfang einrichten

Richte deinen Sparplan auf den 1. oder 2. eines Monats ein — direkt nach Gehaltseingang. So kommt das Geld gar nicht erst auf dem Girokonto an und du vermeidest die Versuchung, es auszugeben. Bei den meisten Brokern kannst du den Sparplan kostenlos per Online-Vergleichstools prüfen und einrichten. Betrag festlegen, ETF wählen, Ausführungstag setzen — fertig.

Fazit: Einfach anfangen, dranbleiben

Cost-Averaging ist keine komplizierte Strategie — es ist die natürliche Folge eines monatlichen Sparplans. Im Altersvorsorgedepot bekommst du den Effekt automatisch dazu. Zusammen mit der Buy-and-Hold-Strategie bildet es das Fundament für langfristigen Vermögensaufbau: regelmäßig einzahlen, breit streuen, nicht anfassen.

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Wie viel Vermögen baut ein monatlicher Sparplan im Altersvorsorgedepot auf? Mit Zulagen, Steuervorteil und Zinseszins.

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Häufige Fragen

Welcher Anbieter ist für das Altersvorsorgedepot am besten?

Für Kostenoptimierte: Trade Republic (1% Cashback, 4% Zinsen, TER ca. 0,10-0,15%). Für Direktbanken: ING oder DKB. Für Beratung: Sparkasse oder Volksbank. Entscheidend: niedrige Gesamtkosten, breite ETF-Auswahl, Zulagen-Service.

Kann ich den Anbieter spater wechseln?

Ja - ein Depot-Wechsel ist möglich, ähnlich wie bei der Riester-Rente. Die angesammelten Foerdermittel bleiben erhalten. Kosten für den Wechsel können anfallen. Empfehlung: von Anfang an günstigen Anbieter wählen.

Was kostet ein Altersvorsorgedepot?

Neobroker: ca. 0,10-0,25% p.a. Gesamtkosten. Direktbanken: 0,20-0,50% p.a. Filialbanken: 0,50-1,50% p.a. Über 30 Jahre macht der Unterschied Zehntausende Euro aus. Kostenrechner nutzen: aktienrenterechner.de/rechner/kosten-rechner/

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