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Betriebliche Altersvorsorge erklärt — Die 5 Durchführungswege

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung Seit 2002 für jeden Arbeitnehmer
  • Steuerfreier Beitrag 2026 Bis zu ca. 628 EUR/Monat (8 % BBG)
  • SV-frei Bis zu ca. 314 EUR/Monat (4 % BBG)
  • Arbeitgeberzuschuss Min. 15 % Pflicht seit 2022
  • Durchführungswege 5 Varianten
  • Besteuerung in der Rente Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

Betriebliche Altersvorsorge Förderung

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist jede Zusage des Arbeitgebers auf Leistungen zur Altersversorgung. Sie bildet die zweite Säule im Drei-Säulen-Modell der deutschen Altersvorsorge — neben der gesetzlichen Rente (erste Säule) und der privaten Vorsorge (dritte Säule, z. B. das Altersvorsorgedepot).

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung: Du kannst Teile deines Bruttogehalts in eine bAV einzahlen und sparst dabei Steuern und Sozialabgaben. Dein Arbeitgeber muss das ermöglichen — und seit 2022 sogar mindestens 15 % dazugeben. Weitere Informationen bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die 5 Durchführungswege im Überblick

Das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) kennt fünf Wege, wie eine bAV organisiert werden kann. Welchen Weg dein Arbeitgeber wählt, bestimmt er — du als Arbeitnehmer hast hier kein Mitspracherecht.

Durchführungsweg Träger Garantie Verbreitung Geeignet für
Direktversicherung Lebensversicherung Ja (Höchstrechnungszins) Sehr hoch KMU, Standard-bAV
Pensionskasse Eigenständige Versorgungseinrichtung Ja Hoch Große Unternehmen, Branchen-Lösungen
Pensionsfonds Eigenständige Versorgungseinrichtung Teilweise (nur Mindestleistung) Mittel Renditebewusste AG
Unterstützungskasse Eigenständige Versorgungseinrichtung Ja (PSV-gesichert) Mittel Hohe Beiträge, GGF
Direktzusage Arbeitgeber selbst (Rückstellung) Ja (PSV-gesichert) Hoch bei Konzernen Führungskräfte, Konzerne

Direktversicherung — Der Klassiker

Die Direktversicherung ist mit Abstand der häufigste Durchführungsweg, besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen. Dein Arbeitgeber schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung auf deinen Namen ab. Du bist versicherte Person und Bezugsberechtigter. Der Vorteil: einfache Handhabung, klare Garantien und bei Jobwechsel relativ leicht portierbar.

Pensionskasse — Die Branchen-Lösung

Pensionskassen funktionieren ähnlich wie Direktversicherungen, sind aber eigenständige Versorgungseinrichtungen. Viele Großunternehmen und Branchen (z. B. Chemie, Metall) betreiben eigene Pensionskassen. Die Beiträge sind bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) steuer- und sozialabgabenfrei.

Pensionsfonds — Mehr Rendite, weniger Garantie

Der Pensionsfonds ist der jüngste Durchführungsweg und bietet mehr Anlagefreiheit — inklusive höherer Aktienquoten. Dafür gibt es nur eine Mindestleistung als Garantie. Für Arbeitnehmer, die renditeorientiert denken, ist der Pensionsfonds interessant. Allerdings bieten ihn nur wenige Arbeitgeber an.

Unterstützungskasse und Direktzusage

Beide Wege haben einen entscheidenden Vorteil: Es gibt keine Beitragsobergrenzen für die Steuerfreiheit. Das macht sie besonders attraktiv für Gutverdiener und Geschäftsführer. Die Unterstützungskasse ist eine eigenständige Einrichtung, die Direktzusage eine Rückstellung in der Bilanz des Arbeitgebers. Beide sind über den Pensionssicherungsverein (PSV) gegen Insolvenz geschützt.

Tipp: Frag in deiner Personalabteilung nach, welchen Durchführungsweg dein Arbeitgeber nutzt. Das bestimmt deine Anlagemöglichkeiten, Garantien und Flexibilität. Wenn dein Arbeitgeber nur eine klassische Direktversicherung anbietet, kann ein ergänzendes Altersvorsorgedepot sinnvoll sein.

Steuerliche Behandlung der bAV

Die bAV folgt dem Prinzip der Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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: In der Ansparphase sind deine Beiträge (bis zu den Grenzen) steuer- und teilweise sozialabgabenfrei. Dafür musst du die spätere Rente voll versteuern — mit deinem persönlichen EinkommensteuersatzWas ist Einkommensteuersatz?Der persönliche Steuersatz auf dein Einkommen. Steigt progressiv von 14% bis 45%. Im Ruhestand typischerweise 15-30%, da das Einkommen niedriger ist als im Berufsleben.
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. Zusätzlich fallen auf die Betriebsrente Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an.

Phase Steuer Sozialversicherung
Einzahlung (bis 4 % BBG) Steuerfrei SV-frei
Einzahlung (4-8 % BBG) Steuerfrei SV-pflichtig
Auszahlung (Rente) Volle Einkommensteuer Voller KV+PV-Beitrag

Achtung: Die doppelte Verbeitragung in der Auszahlungsphase (Arbeitnehmer- UND Arbeitgeberanteil KV) ist einer der größten Nachteile der bAV. Seit 2020 gibt es immerhin einen Freibetrag von ca. 176 EUR/Monat.

bAV oder Altersvorsorgedepot — Was ist besser?

Mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 stellt sich die Frage: Brauchst du die bAV überhaupt noch? Die Antwort: Ja, wenn der Arbeitgeber ordentlich zuschießt. Der verpflichtende Arbeitgeberzuschuss von 15 % ist geschenktes Geld. Viele Arbeitgeber zahlen sogar deutlich mehr. Eine detaillierte Gegenüberstellung findest du im Ratgeber bAV oder Altersvorsorgedepot.

Die optimale Strategie kombiniert beides: Erst den Arbeitgeberzuschuss mitnehmen, dann den Rest ins AltersvorsorgedepotWas ist Altersvorsorgedepot?Neues staatlich gefördertes ETF-Depot für die Altersvorsorge ab 2026/2027. Ersetzt die Riester-Rente. Mit Grundzulage (max. 540 EUR/Jahr), Sonderausgabenabzug (bis 1.800 EUR/Jahr) und Pfändungsschutz.
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stecken. Mehr dazu unter bAV und Aktienrente kombinieren.

Was bringt dir das Altersvorsorgedepot zusätzlich zur bAV?

Berechne mit unserem Rechner, wie viel du mit dem neuen Altersvorsorgedepot neben deiner betrieblichen Vorsorge aufbauen kannst.

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