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Altersvorsorgedepot für Berufseinsteiger

Berufseinsteiger — Das Wichtigste

  • Förderberechtigt? Ja — ab dem ersten Arbeitstag
  • Berufseinsteigerbonus (unter 25) 200 EUR einmalig
  • GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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    bis 540 EUR/Jahr
  • Eigenbeitrag bei 25.000 EUR brutto ca. 17,50 EUR/Monat
  • Jahre bis Rente (Start mit 23) 44 Jahre Zinseszins

Warum der Berufseinstieg der beste Startzeitpunkt ist

Sobald du deinen ersten sozialversicherungspflichtigen Job antrittst, bist du PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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in der gesetzlichen Rentenversicherung — und damit automatisch förderberechtigt für das Altersvorsorgedepot. Kein Antrag, keine Wartezeit, kein Sonderfall.

Altersvorsorgedepot als Berufseinsteiger eröffnen

Der entscheidende Vorteil gegenüber späterem Einstieg: Zeit. Wer mit 23 statt mit 35 startet, hat 12 Jahre mehr für den Zinseszinseffekt. Bei einer durchschnittlichen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Rendite von 6% pro Jahr verdoppelt sich das Kapital alle 12 Jahre. Diese zusätzliche Verdoppelung macht am Ende einen sechsstelligen Unterschied.

200 EUR Berufseinsteigerbonus: So bekommst du ihn

Das Altersvorsorgedepotgesetz sieht einen einmaligen Bonus von 200 EUR vor, wenn du bei Eröffnung des Depots unter 25 Jahre alt bist. Der Bonus wird automatisch im ersten Jahr in dein Depot eingezahlt — zusammen mit der GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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Voraussetzungen: Du bist unter 25, PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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, und hast vorher noch kein gefördertes Altersvorsorgedepot besessen. Der DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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deckt den Bonus automatisch ab. Einen separaten Antrag brauchst du nicht.

Rechenbeispiel: 23 Jahre, 25.000 EUR Einstiegsgehalt

PositionJahr 1 (mit Bonus)Ab Jahr 2
Bruttoeinkommen/Jahr25.000 EUR25.000 EUR
Sockelbetrag (3%)750 EUR750 EUR
Abzgl. GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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- 540 EUR- 540 EUR
Abzgl. Berufseinsteigerbonus- 200 EUR
Eigenbeitrag/Jahr120 EUR (Minimum)210 EUR
Eigenbeitrag/Monat10 EUR17,50 EUR
Zulagen im Depot740 EUR540 EUR
Gesamtbeitrag im Depot860 EUR750 EUR
Förderquote86%72%

Im Jahr 1 übersteigen Zulagen (740 EUR) den Sockelbetrag (750 EUR) fast vollständig → nahezu Mindestbeitrag. Ab Jahr 2 ohne Bonus: 210 EUR/Jahr Eigenbeitrag.

Selbst ab dem zweiten Jahr liegt die Förderquote bei 72% — für jeden Euro, den du einzahlst, kommen 2,57 EUR vom Staat dazu. Bei 17,50 EUR im Monat ist das für die meisten Berufseinsteiger gut machbar.

Zinseszins über 44 Jahre: Der größte Hebel

Die folgende Tabelle zeigt, warum frühes Starten so viel wichtiger ist als hohe Beiträge. Annahme: ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Depot mit MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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, 6% p.a., Start mit 23 vs. 35 Jahren.

Start mit 23Start mit 35Differenz
Jahre bis 6744 Jahre32 Jahre+12 Jahre
Eigenbeitrag/Monat (Durchschnitt)40 EUR40 EURgleich
Gesamte Einzahlungen21.120 EUR15.360 EUR+5.760 EUR
Gesamte Zulagen23.760 EUR17.280 EUR+6.480 EUR
Endkapital (6% p.a.)ca. 410.000 EURca. 165.000 EUR+245.000 EUR

Vereinfacht, ohne Gehaltsanpassungen. Reales Ergebnis wahrscheinlich höher durch steigende Beiträge bei Gehaltsanstieg.

245.000 EUR Unterschied — bei nur 5.760 EUR mehr Eigenleistung. Der Zinseszinseffekt auf die zusätzlichen 12 Jahre macht den gesamten Unterschied. Kein anderer Faktor hat eine vergleichbare Wirkung auf das Endkapital.

ETF-Sparplan für Berufseinsteiger

Zulage oder Steuerabzug — was lohnt sich am Anfang?

Bei einem Einstiegsgehalt von 25.000 EUR brutto liegt dein GrenzsteuersatzWas ist Grenzsteuersatz?Der Steuersatz, der auf den letzten verdienten Euro anfällt. Liegt je nach Einkommen zwischen 14% und 45%. Entscheidend für die Berechnung der Steuerersparnis.
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bei etwa 25-27%. Die GünstigerprüfungWas ist Günstigerprüfung?Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug für dich vorteilhafter ist. Du bekommst immer das bessere Ergebnis.
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des Finanzamts vergleicht automatisch, ob die Zulage (540 EUR) oder der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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günstiger ist. Bei diesem Einkommensniveau fällt die Entscheidung knapp zugunsten der Zulage aus.

In der Praxis musst du dich nicht aktiv entscheiden. Trage die Beiträge in der Anlage AVWas ist Anlage AV?Das Formular in der Steuererklärung für die Altersvorsorge. Hier trägst du deine Beiträge zum Altersvorsorgedepot ein. Wird größtenteils vom Anbieter vorausgefüllt.
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deiner Steuererklärung ein. Wenn der Steuerabzug vorteilhafter ist, erhältst du die Differenz als Erstattung vom Finanzamt. Die Daten werden größtenteils automatisch vom Anbieter ans BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter. übermittelt.

Praktische Umsetzung in 4 Schritten

  1. Anbieter wählen — Achte auf niedrige TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    und keine Depotgebühren. Vergleiche die Optionen im Kosten-Ratgeber.
  2. Depot eröffnen — Online in 15-20 Minuten. Du brauchst Personalausweis, Steuer-ID und die letzte Gehaltsabrechnung.
  3. DauerzulagenantragWas ist Dauerzulagenantrag?Einmalige Vollmacht an den Depotanbieter, jedes Jahr automatisch die staatlichen Zulagen beim Bundeszentralamt für Steuern zu beantragen. Einmal Häkchen setzen — fertig.
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    aktivieren
    — Ein Häkchen bei der Eröffnung, dann werden Zulagen automatisch beantragt.
  4. Dauerauftrag einrichten — 17,50 EUR/Monat (bei 25.000 EUR brutto). Lässt sich jederzeit anpassen.

Vorteile für Berufseinsteiger

  • 200 EUR Berufseinsteigerbonus (einmalig, unter 25)
  • 44+ Jahre Zinseszinseffekt bei Start mit 23
  • Niedriger Sockelbetrag bei Einstiegsgehalt
  • Hohe Förderquote (72-86%)
  • Ab Tag 1 PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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    = sofort förderberechtigt

Mögliche Einwände

  • Geld erst ab 67 verfügbar (sonst FörderschädlichWas ist Förderschädlich?Wenn du das Geld vor dem Rentenalter entnimmst, musst du alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten.
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    )
  • Einstiegsgehalt oft knapp — aber 17,50 EUR/Monat sind machbar
  • Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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    bei Auszahlung (aber niedrigerer Steuersatz im Alter)
  • Keine Garantie auf ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Rendite (aber 44 Jahre gleichen Schwankungen aus)

Was passiert bei Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit?

Bei einem Jobwechsel läuft dein Depot nahtlos weiter. Es ist nicht an den Arbeitgeber gebunden. Auch bei kurzfristiger Arbeitslosigkeit bleibt das Depot bestehen — während du Arbeitslosengeld I beziehst, bist du weiterhin PflichtversichertWas ist Pflichtversichert?Wer Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt — die Grundvoraussetzung für die Förderung beim Altersvorsorgedepot.
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und erhältst die volle Förderung. Mehr dazu im Ratgeber Depot bei Jobwechsel.

Auch ein Wechsel in die Selbständigkeit ist kein Problem: Die bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Du erhältst in dieser Phase allerdings keine neuen Zulagen, es sei denn, du bist freiwillig rentenversichert oder dein Ehepartner ist unmittelbar förderberechtigt (mittelbare Förderung).

Notgroschen zuerst — dann Depot

Bevor du mit dem Altersvorsorgedepot startest, solltest du einen Notgroschen von 2-3 Nettogehältern auf einem Tagesgeldkonto haben. Warum? Weil das Altersvorsorgedepot bis 67 gebunden ist. Wenn du in einer Notlage an das Geld musst, verlierst du alle Zulagen und Steuervorteile. Der Ratgeber Notgroschen vor Altersvorsorge erklärt die Details.

Rechne dein Berufseinsteiger-Depot durch

Gib dein Einstiegsgehalt ein — der Rechner zeigt dir Eigenbeitrag, Zulagen und die Langfristprognose mit Berufseinsteigerbonus.

Zum Depot-Rechner

Weiterführende Ratgeber

Depot in der Ausbildung

Noch früher starten: Als Azubi ab Tag 1 förderberechtigt.

Depot mit 20

Start in den 20ern: Zeitvorteil, niedrige Beiträge, maximale Wirkung.

Zulagen & Steuervorteile

GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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, Berufseinsteigerbonus und SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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erklärt.

ETF-Auswahl

Welche ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s eignen sich? MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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, Kosten und Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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Notgroschen zuerst

Warum 2-3 Nettogehälter Rücklage vor dem Depot kommen sollten.

Kosten & Gebühren

TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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, Depotgebühren — worauf Einsteiger achten müssen.

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