×
Jetzt berechnen Anmelden / Registrieren Rechner Altersvorsorgedepot Rechner Förderungs-Check Depot vs. ETF Vergleich Steuer-Rechner Riester-Wechsel-Rechner Garantie-Vergleich Depot-Vergleich Tagesgeld-Vergleich Girokonto-Vergleich Ratgeber Was ist das Altersvorsorgedepot? Wer ist förderberechtigt? Für Angestellte Für Selbständige Für Arbeitslose Für Beamte Wie beantragen? Zulagen & Steuervorteile Auszahlung & Rente Riester umwandeln ETF-Auswahl Kosten & Gebühren FAQ Anbieter Anbieter-Vergleich Trade Republic Scalable Capital ING DKB comdirect Staatliches Standarddepot ETF-Tipps Beste ETFs MSCI World FTSE All-World Kosten-Vergleich Rente Gesetzliche Rente Rentenpunkte Rentenformel Rentenalter Rentenniveau Betriebliche Altersvorsorge Riester-Rente Rürup-Rente Rente & Steuern Zukunft der Rente Aktien Aktien-Uebersicht Magnificent Seven DAX 40 Top 10 im MSCI World Einzelaktien vs. ETF News Vergleichsrechner
Aktienrente oder Eigenheim Vergleich
Von AktienRenteRechner-RedaktionStand: März 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die reale Immobilienrendite liegt in Deutschland bei 2--4 % nach Kosten -- ein breit gestreutes ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    -Depot erreicht langfristig 6--8 %.
  • Die Nebenkosten beim Immobilienkauf (8--15 % des Kaufpreises) fressen einen erheblichen Teil des Kapitals.
  • Ein Eigenheim bietet emotionale Werte (Wohnsicherheit, Gestaltungsfreiheit), die sich nicht in Rendite messen lassen.
  • Die beste Lösung ist oft beides: Mindestbeitrag in die Aktienrente für die volle Förderung, parallel den Kredit bedienen.
  • Ein Eigenheim ist ein Klumpenrisiko -- die Aktienrente im Altersvorsorgedepot ist global diversifiziert auf tausende Unternehmen.

Eigenheim vs. Aktienrente -- Eckwerte

  • Durchschnittliche Immobilienrendite (DE, 20 J.) ~2--4 % p.a. (nach Kosten)
  • Durchschnittliche ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
    Mehr erfahren →
    -Rendite (global, 20 J.) ~6--8 % p.a.
  • Nebenkosten Immobilienkauf 8--15 % des Kaufpreises
  • Instandhaltungskosten (jährlich) ~1--2 % des Immobilienwertes
  • Staatliche Förderung Aktienrente bis 540 EUR + Steuervorteile

Warum der Vergleich hinkt -- und trotzdem wichtig ist

Ein Eigenheim ist kein reines Investment. Du wohnst darin, es gibt dir Sicherheit, du kannst es gestalten. Diese emotionalen Faktoren haben einen echten Wert, der sich nicht in Rendite messen lässt.

Trotzdem lohnt sich der finanzielle Vergleich. Denn viele überschätzen die Rendite einer Immobilie und unterschätzen die Kosten. Die ersparte Miete ist der größte Vorteil -- aber Kreditrate, Nebenkosten und Instandhaltung fressen einen Großteil davon wieder auf. Die Finanztip-Redaktion empfiehlt: Eigenheim und Aktienrente parallel nutzen, statt sich für eines zu entscheiden. Wie das Altersvorsorgedepot als Alternative oder Ergänzung funktioniert, sollte jeder Immobilieninteressent kennen.

Die wahren Kosten eines Eigenheims im Überblick

Wer eine Immobilie für 400.000 EUR kauft, zahlt nicht 400.000 EUR. Die Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) liegen bei 35.000--60.000 EUR. Dazu kommen laufende Kosten, die viele Käufer unterschätzen:

Eigenheim Kosten vs. Aktienrente Vergleich über 25 Jahre
KostenartEigenheim (400.000 EUR)Aktienrente
Kaufnebenkosten35.000--60.000 EUR (einmalig)0 EUR
Kreditzinsen (3,8 %, 25 J.)~140.000 EUR0 EUR
Instandhaltung (1,5 % p.a.)~6.000 EUR/Jahr0 EUR
Grundsteuer~500--1.500 EUR/Jahr0 EUR
Versicherungen~800--1.200 EUR/Jahr0 EUR
Gesamtkosten (25 Jahre)~370.000 EUR~0,2 % TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
Mehr erfahren →
p.a.
Ersparte Miete (25 J.)+240.000--360.000 EUR--
Staatliche FörderungKfW-Förderung (variabel)GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
Mehr erfahren →
+ SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
Mehr erfahren →
Ersparte Miete ist die echte Rendite: Der größte finanzielle Vorteil eines Eigenheims ist nicht die Wertsteigerung, sondern die ersparte Miete. Wer 1.200 EUR Miete spart, hat in 25 Jahren 360.000 EUR nicht ausgegeben. Aber: Die Kreditrate und Nebenkosten fressen einen Großteil davon wieder auf.

Rechenbeispiel: 300.000 EUR Kredit vs. Depot

Angenommen, du könntest statt der Kreditrate (1.400 EUR/Monat) denselben Betrag in die Aktienrente + freies ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Depot investieren:

EigenheimMiete + Depot
Monatliche Kosten1.400 EUR (Rate + NK)1.000 EUR Miete + 400 EUR Depot
Vermögen nach 25 Jahren~500.000 EUR (Immobilie)~330.000 EUR (Depot)
Davon liquide0 EUR (Immobilie muss verkauft werden)330.000 EUR
Laufende Kosten im Alter~500 EUR/Monat (Instandhaltung, Steuer)Miete (aber Depot-Entnahme möglich)

Drei Lebenslagen, drei Wege

Jan (29, Softwareentwickler, 55.000 EUR Brutto) überlegt, ob er eine Eigentumswohnung in München kaufen soll. Bei aktuellen Preisen (8.000--12.000 EUR/m²) bräuchte er für eine 60-m²-Wohnung rund 500.000 EUR -- plus 50.000--75.000 EUR Nebenkosten. Mit 55.000 EUR Brutto und wenig Eigenkapital wäre die Kreditrate extrem hoch. Für Jan ist es finanziell klüger, zu mieten und parallel die Aktienrente zu nutzen: 150 EUR/Monat ins Altersvorsorgedepot (volle Förderung), den Rest ins freie ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Depot. In 38 Jahren bis zur Rente wird daraus ein sechsstelliges Vermögen -- flexibel, liquide und ohne Klumpenrisiko. Die 2-Depot-Strategie ist für Jan die optimale Wahl.

Petra (52, Beamtin, Eigenheim abbezahlt) hat die beste Ausgangslage: Ihr Eigenheim ist schuldenfrei, sie spart sich 1.200 EUR Miete pro Monat, und die ehemalige Kreditrate steht für die Altersvorsorge zur Verfügung. Petra sollte die volle Förderung der Aktienrente mitnehmen: 150 EUR/Monat ins Altersvorsorgedepot, den Rest ins freie Depot oder Festgeld. So baut sie neben dem Eigenheim ein zweites Standbein auf -- liquide und global diversifiziert. Das schützt sie, falls der lokale Immobilienmarkt einbrechen sollte.

Familie Müller (2 Kinder, Alleinverdiener, 42.000 EUR Brutto) hat ein Reihenhaus am Stadtrand finanziert -- 280.000 EUR Kredit, 3,5 % Zinsen, noch 20 Jahre Laufzeit. Die monatliche Rate von 1.100 EUR lässt wenig Spielraum. Trotzdem sollten die Müllers den Mindestbeitrag in die Aktienrente einzahlen. Mit 2 Kindern erhalten sie 1.140 EUR Zulagen pro Jahr -- geschenktes Geld, das sie sich nicht entgehen lassen sollten. Selbst 60 EUR/Monat Eigenbeitrag reichen für die volle Förderung. Mehr dazu unter Aktienrente oder Sondertilgung.

Die emotionale Dimension beim Eigenheim vs. Depot

Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte. Ein Eigenheim bietet:

  • Wohnsicherheit: Kein Vermieter kann dir kündigen
  • Gestaltungsfreiheit: Umbau, Garten, Ausbau -- alles möglich
  • Zwangssparen: Die Kreditrate ist eine Disziplin, die viele brauchen
  • Familienplanung: Platz, Stabilität, Nachbarschaft

Die Aktienrente bietet dagegen:

  • Flexibilität: Ortswechsel jederzeit möglich
  • Liquidität: Kein Klumpenrisiko in einer einzigen Immobilie
  • Diversifikation: Dein Geld ist global gestreut, nicht in einer Straße
  • Weniger Aufwand: Kein Dach reparieren, keine Handwerker koordinieren
Klumpenrisiko Eigenheim: Eine Immobilie ist oft die größte Einzelinvestition im Leben. Wenn der lokale Immobilienmarkt einbricht, verlierst du möglicherweise einen Großteil deines Vermögens. Ein ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Depot im Altersvorsorgedepot ist dagegen global diversifiziert -- dein Risiko verteilt sich auf tausende Unternehmen weltweit. Beide Standbeine zu haben ist der sicherste Weg.

Beides geht: Die Kombi-Strategie

Die beste Lösung ist oft beides -- aber in der richtigen Reihenfolge:

  • Schritt 1: Mindestbeitrag in die Aktienrente, um die volle GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
    Mehr erfahren →
    zu sichern
  • Schritt 2: Eigenkapital für die Immobilie aufbauen (20--30 %)
  • Schritt 3: Nach dem Kauf: Kreditrate zahlen + Aktienrente parallel weiter besparen

Wer nach dem Abzahlen des Kredits die volle Kreditrate in die Aktienrente und ein freies Depot umleitet, hat im Alter beides: ein schuldenfreies Eigenheim und ein liquides Depot. Die Sparrate erhöhen ist dann der logische nächste Schritt.

Fazit: Eigenheim und Aktienrente schließen sich nicht aus

Rein finanziell gewinnt das breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Mehr erfahren →
-Depot mit staatlicher Förderung in den meisten Szenarien. Aber ein Eigenheim ist mehr als eine Rendite-Entscheidung — einen guten Überblick zu Immobilien als Kapitalanlage bietet FIV Magazine. Wichtig ist: Lass nicht die Zulagen der Aktienrente liegen, nur weil du ein Haus kaufst. Wer beide Optionen durchrechnen will, findet auf Lukinski einen Immobilien-Rechner für die Finanzierung. Der Mindestbeitrag für die volle Förderung ist klein — und die Rendite auf geschenktes Geld ist unschlagbar.

Häufige Fragen zu Eigenheim vs. Aktienrente

Kann ich die Aktienrente für den Immobilienkauf nutzen?

Nein, das Altersvorsorgedepot ist für die Altersvorsorge gedacht. Eine vorzeitige Entnahme für den Immobilienkauf ist nicht vorgesehen (anders als beim alten Riester-Wohnriester). Du kannst aber parallel zur Immobilienfinanzierung den Mindestbeitrag einzahlen und die volle Förderung mitnehmen.

Ist ein Eigenheim eine gute Altersvorsorge?

Ein schuldenfreies Eigenheim spart Miete -- das ist ein echter Vorteil im Alter. Aber es ist nicht liquide: Du kannst das Haus nicht teilweise verkaufen. Die Aktienrente bietet flexible Entnahmen ab Renteneintritt. Ideal ist die Kombination aus beidem.

Soll ich lieber mehr tilgen oder mehr in die Aktienrente einzahlen?

Das hängt vom Kreditzins ab. Bei Zinsen unter 4 % ist die Aktienrente dank Förderung meist attraktiver. Bei Zinsen über 5 % hat Tilgung Vorrang. Details im Ratgeber Aktienrente oder Sondertilgung.

Wie viel Förderung holst du dir?

Berechne den Mindestbeitrag für die volle Zulage -- auch neben deiner Immobilienfinanzierung.

Zum Depot-Rechner

Weiterführende Ratgeber zur Aktienrente und Eigenheim

Aktienrente oder Sondertilgung?

Kredit tilgen oder Depot besparen? Die Entscheidungshilfe.

Depot vs. Immobilie

Der ausführliche Vergleich als Kapitalanlage.

Mindestbeitrag oder Maximum?

Die richtige Sparrate neben der Kreditrate.

Zulagen und Steuervorteile

Grundzulage, Kinderzulage, Sonderausgabenabzug erklärt.

Aktienrente mit kleinem Budget

Warum sich auch 50 EUR monatlich lohnen.