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Aktienrente im Koalitionsvertrag — Pläne von CDU/CSU und SPD

Key Facts — Koalitionsvertrag zur Altersvorsorge

  • Koalition CDU/CSU + SPD (seit 2025)
  • Kernversprechen Reform der privaten Altersvorsorge
  • Umsetzung pAV-Reformgesetz (Bundestag 27.03.2026)
  • Neues Produkt Altersvorsorgedepot mit ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Option
  • Start 1. Januar 2027

Was steht im Koalitionsvertrag zur Altersvorsorge?

Koalitionsvertrag zur privaten Altersvorsorge — CDU/CSU und SPD

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD enthält ein klares Bekenntnis zur Reform der privaten Altersvorsorge. Auf den Webseiten der CDU und SPD sind die Kernpunkte des Vertrags dokumentiert. Die Koalitionspartner haben sich darauf geeinigt, das in die Kritik geratene Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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-System grundlegend zu reformieren und durch ein modernes, kostengünstiges Vorsorgeprodukt zu ersetzen.

Die zentralen Vereinbarungen im Koalitionsvertrag zur Altersvorsorge umfassen:

  • Einführung eines neuen Altersvorsorgedepots als Nachfolger der Riester-Rente
  • Öffnung der geförderten Altersvorsorge für ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    s und Indexfonds
  • Abschaffung der verpflichtenden Beitragsgarantie
  • Erhöhung des SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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    s
  • Vereinfachung des Zulagensystems
  • Kostentransparenz und Anbieterwettbewerb fördern

Die Positionen der beiden Koalitionspartner

Position der CDU/CSU: Kapitalmarktöffnung und Eigenverantwortung

Die Union hat sich im Koalitionsvertrag für eine stärkere Kapitalmarktorientierung der privaten Altersvorsorge eingesetzt. Kernforderungen der CDU/CSU waren die Abschaffung der Beitragsgarantie, die direkte Anlage in ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s und eine Stärkung der Eigenverantwortung der Sparer. Aus Sicht der Union war die 100-Prozent-Garantiepflicht der Riester-Rente der zentrale Konstruktionsfehler, der zu niedrigen Renditen und hohen Kosten geführt hat.

Position der SPD: Soziale Absicherung und Förderung fuer Geringverdiener

Die SPD hat im Koalitionsvertrag besonderen Wert auf die soziale Komponente gelegt. Für die Sozialdemokraten war es wichtig, dass auch Geringverdiener von der Reform profitieren und der staatliche Zuschuss erhalten bleibt. Die SPD setzte sich außerdem dafür ein, dass Sparer weiterhin die Möglichkeit einer Garantieoption haben — auch wenn diese nicht mehr verpflichtend ist.

Thema CDU/CSU-Position SPD-Position Koalitionskompromiss
Beitragsgarantie Komplett abschaffen Optional beibehalten Drei Varianten (Pur/keine Garantie, 80 %, 100 %)
Anlageformen Maximale Freiheit Regulierter Rahmen ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s + Fonds im Depot
Förderung Höherer Sonderausgabenabzug Starke Zulagen für Familien Förderhöchstbetrag 1.800 € + Grundzulage bis 540 € + Kinderzulage bis 300 €
Mindestbeitrag Niedrigschwellig Mindestbeitrag beibehalten 10 € pro Monat
Kosten Wettbewerb senkt Kosten Gesetzliche Kostendeckel Kostendeckel + Transparenzpflicht

Vom Koalitionsvertrag zum fertigen Gesetzentwurf

Der Weg vom Koalitionsvertrag zum fertigen Gesetz verlief in mehreren Etappen:

  1. Koalitionsvertrag (2025) CDU/CSU und SPD vereinbaren die Reform der privaten Altersvorsorge als zentrales Regierungsprojekt.
  2. Expertenbericht der Fokusgruppe Die bereits unter der Vorgängerregierung eingesetzte Fokusgruppe private Altersvorsorge hatte Empfehlungen erarbeitet, die als Grundlage dienten.
  3. Referentenentwurf (2025/2026) Das Bundesfinanzministerium erarbeitete den Gesetzentwurf auf Basis der Koalitionsvereinbarungen.
  4. Kabinettsvorlage und Verbändeanhörung Der Entwurf wurde im Kabinett beraten und von Verbänden, Verbraucherschützern und der Versicherungswirtschaft kommentiert.
  5. Bundestagsbeschluss (27. März 2026) Das pAV-Reformgesetz wurde verabschiedet.
Tipp: Die vollständige Chronik der Rentenreform — vom ersten Riester-Scheitern bis zum aktuellen Gesetz — findest du in unserem separaten Ratgeber.

Rechenbeispiel: Was der Koalitionskompromiss fuer Familien bedeutet

Familie Meier: Markus, 40, verdient 52.000 EUR brutto, und Lisa, 38, arbeitet in Teilzeit mit 22.000 EUR brutto. Sie haben zwei Kinder (6 und 9 Jahre). Markus zahlt 150 EUR/Monat ein (1.800 EUR/Jahr) und erhält 540 EUR Grundzulage. Lisa zahlt den Mindestbeitrag von 10 EUR/Monat (120 EUR/Jahr) und erhält 60 EUR Grundzulage plus bis zu 600 EUR Kinderzulage (2 x 300 EUR). Zusammen fließen jährlich bis zu 3.120 EUR in die Depots der Familie — bei nur 1.920 EUR eigenen Beiträgen. Der Koalitionskompromiss mit dem Matching-Modell macht die Förderung gerade für Familien deutlich attraktiver als das alte Riester-System.

Was wurde aus den Versprechen?

Der Abgleich zwischen Koalitionsvertrag und dem tatsächlich beschlossenen Gesetz zeigt: Die meisten Kernversprechen wurden umgesetzt. Die Öffnung für ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s ist Realität, der Förderhöchstbetrag liegt bei 1.800 € pro Jahr, die Grundzulage folgt einem neuen Matching-Modell mit bis zu 540 € pro Jahr und die Beitragsgarantie wurde — als Kompromiss — optional gestaltet (Pur, 80 %, 100 %).

Einige Punkte aus den Koalitionsverhandlungen wurden allerdings abgeschwächt oder verschoben:

  • Ein ursprünglich diskutierter staatlicher Standardfonds (ähnlich dem schwedischen AP7-Modell) wurde nicht umgesetzt
  • Die automatische Einbeziehung aller Arbeitnehmer (Opt-out statt Opt-in) wurde auf eine spätere Reform vertagt
  • Die Frage der Absicherung gegen Langlebigkeitsrisiko wurde nicht vollständig gelöst

Internationaler Vergleich: Vorbilder fuer die deutsche Reform

Auch die OECD hat in ihren Rentenberichten wiederholt empfohlen, kapitalgedeckte Elemente in die Altersvorsorge zu integrieren. Im internationalen Vergleich orientiert sich die deutsche Reform an erfolgreichen Modellen anderer Länder. Das schwedische AP7-Modell zeigt seit Jahrzehnten, wie ein staatlich verwalteter Standardfonds funktionieren kann. Auch Norwegen (Staatsfonds) und die USA (401k) belegen, dass kapitalmarktbasierte Altersvorsorge langfristig höhere Renditen erzielt als garantiebasierte Versicherungsprodukte. Der deutsche Ansatz mit dem Altersvorsorgedepot kombiniert die Kapitalmarktöffnung mit einer freiwilligen Garantieoption — ein Mittelweg zwischen angelsächsischer Freiheit und kontinentaleuropäischer Absicherung. Einen umfassenden Ländervergleich zur Aktienrente findest du in unserem separaten Ratgeber.

Achtung: Das Gesetz wurde vom Bundestag beschlossen, aber die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. Bis dahin können einzelne Regelungen noch angepasst werden.

Häufige Fragen zur Aktienrente im Koalitionsvertrag

Was haben CDU/CSU und SPD zur Altersvorsorge im Koalitionsvertrag vereinbart?

Die Koalitionspartner haben sich auf eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge geeinigt: Einführung des Altersvorsorgedepots, Öffnung für ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s, Abschaffung der Garantiepflicht und eine verbesserte staatliche Förderung.

Warum wurde die Riester-Rente im Koalitionsvertrag als gescheitert betrachtet?

Die Riester-Rente galt aufgrund hoher Kosten, niedriger Renditen durch die Garantiepflicht und eines zu bürokratischen Zulagensystems als reformbedürftig. Über 6 Millionen Verträge lagen bereits still.

Wurde alles aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt?

Die meisten Kernpunkte wurden umgesetzt. Nicht realisiert wurden ein staatlicher Standardfonds (ähnlich dem schwedischen AP7) und die automatische Einbeziehung aller Arbeitnehmer (Opt-out-Modell).

Was war der größte Streitpunkt zwischen den Koalitionspartnern?

Die Garantiefrage war am umstrittensten. Die CDU/CSU wollte die Garantie komplett abschaffen, die SPD wollte sie optional beibehalten. Der Kompromiss: drei freiwillige Stufen — Pur (keine Garantie), 80 % und 100 %.

Wann wurde der Koalitionsvertrag zur Altersvorsorge geschlossen?

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD wurde 2025 geschlossen. Die darin vereinbarte Reform mündete im pAV-Reformgesetz, das am 27. März 2026 vom Bundestag beschlossen wurde.

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