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Anbieter bereiten sich auf das Altersvorsorgedepot vor

Key Facts: Die wichtigsten Zahlen und Fakten

  • Mehrere Neobroker haben bereits Pilotprojekte angekündigt
  • Große Fondsgesellschaften entwickeln spezielle ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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    -Portfolios
  • Zertifizierung durch das BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter. ab Herbst 2026 erwartet
  • Erste Produkte vermutlich ab Oktober/November 2026 sichtbar
  • Kostendeckel von 1,0% als größte Herausforderung für klassische Anbieter
Das Wichtigste in Kürze:
  • Neobroker (Trade Republic, Scalable) sind am weitesten — Kosten bei 0,2-0,5 % p.a.
  • Direktbanken (ING, DKB, Comdirect) nutzen ihre 15+ Mio. Bestandskunden als Vorteil
  • Versicherer kämpfen mit dem 1,0 %-Kostendeckel — viele alte Modelle werden nicht übertragbar
  • Das staatliche Standarddepot wird mit 0,1-0,3 % p.a. die günstigste Option
  • Zertifizierung ab Herbst 2026, erste Produkte ab Oktober/November 2026 sichtbar

Wer bereitet sich vor?

Seit der Bundestag das Altersvorsorgedepot beschlossen hat, herrscht in der Finanzbranche Aufbruchstimmung. Während die Riester-RenteWas ist Riester-Rente?Staatlich geförderte Altersvorsorge seit 2002. Gescheitert wegen zu hoher Kosten, Garantiepflicht und niedriger Rendite. Wird ab 2027 durch das Altersvorsorgedepot ersetzt.
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über Jahre hinweg als unattraktiv galt und kaum neue Abschlüsse generierte, sehen viele Anbieter im neuen Depot eine echte Wachstumschance. Besonders Neobroker und Direktbanken haben die nötige technische Infrastruktur bereits weitgehend im Haus.

Die Herausforderung liegt weniger in der Depotführung selbst, sondern in der Zertifizierung und der Anbindung an die Zulagenverwaltung des BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter.. Jeder Anbieter muss nachweisen, dass sein Produkt die gesetzlichen Anforderungen erfüllt — vom Kostendeckel über die Auszahlungsmodalitaeten bis zur korrekten Meldung an die Finanzbehörden.

Übersicht der Anbietertypen

Anbietertyp Beispiele Erwartete Kosten Stärken
Neobroker Trade Republic, Scalable, finanzen.net zero 0,2-0,5% p.a. Niedrige Kosten, gute App, schnelle Umsetzung
Direktbanken ING, DKB, Comdirect, Consorsbank 0,3-0,7% p.a. Breites Produktangebot, Bestandskunden-Basis
Fondsgesellschaften DWS, Deka, Union Investment 0,5-0,9% p.a. Eigene Fonds, Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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e
Versicherer Allianz, Zurich, Alte Leipziger 0,7-1,0% p.a. Garantieprodukte, Beratungsnetz
Staatliches Standarddepot Öffentlich verwaltet 0,1-0,3% p.a. Niedrigste Kosten, kein Vertriebsaufwand

Neobroker: Die Favoriten?

Neobroker wie Trade Republic und Scalable Capital sind in einer starken Ausgangsposition. Sie betreiben bereits Millionen von Depots, haben moderne IT-Systeme und können neue Produktvarianten verhältnismässig schnell umsetzen. Zudem liegt ihr Kostenmodell weit unter dem gesetzlichen Deckel von 1,0% — ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber klassischen Anbietern.

Trade Republic hat bereits angekündigt, das Altersvorsorgedepot zum Start am 1. Januar 2027 anbieten zu wollen. Die Integration soll nahtlos in die bestehende App erfolgen, sodass Kunden neben ihrem normalen Depot auch ein gefördertes Altersvorsorgedepot führen können. Scalable Capital verfolgt einen ähnlichen Ansatz und plant zusätzlich eigene ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Portfolios mit automatischem RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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Direktbanken: Die stille Stärke

ING, DKB und Comdirect haben zusammen über 15 Millionen Kunden in Deutschland. Ihr Vorteil: Viele dieser Kunden haben bereits ein Girokonto und ein Depot bei der Bank. Die Eröffnung eines Altersvorsorgedepots wäre für Bestandskunden besonders einfach — kein neuer Anbieter, keine neue App, keine neue Identifizierung.

Die Direktbanken arbeiten nach eigenen Angaben seit Anfang 2026 an der technischen Umsetzung. Die größte Herausforderung ist die Anbindung an das Zulagensystem des BZStWas ist BZSt?Bundeszentralamt für Steuern — die Behörde, die die Zulagen verwaltet und an die Depotanbieter auszahlt. Zertifiziert auch die Anbieter., die nach einem standardisierten Verfahren erfolgen muss. Die Kosten dürfen allerdings etwas höher liegen als bei Neobrokern, da Direktbanken in der Regel breitere Serviceleistungen anbieten.

Vergleich verschiedener Anbietertypen beim Altersvorsorgedepot

Fondsgesellschaften: Lifecycle-Modelle im Fokus

DWS, Deka und Union Investment setzen auf sogenannte Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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e. Die Idee: Je näher du dem Renteneintritt kommst, desto konservativer wird dein Portfolio automatisch umgeschichtet. In jungen Jahren liegt der Aktienanteil bei 80-100%, kurz vor der Rente sinkt er auf 30-50%. Das reduziert das Risiko, kurz vor der Auszahlung einen großen Verlust zu erleiden.

Diese Modelle sind besonders für Sparer interessant, die sich nicht selbst um ihr Portfolio kümmern wollen. Die Kosten liegen typischerweise höher als bei einem reinen MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETF, aber immer noch unter dem Kostendeckel. Die TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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für Lifecycle-Fonds bewegt sich aktüll zwischen 0,3% und 0,6%.

Versicherer: Unter Druck

Für klassische Versicherungsunternehmen ist der Kostendeckel von 1,0% eine echte Herausforderung. Ihre bestehenden Riester-Produkte lagen oft bei 1,5-2,5% Gesamtkosten. Um unter die neue Grenze zu kommen, müssen sie ihre Vertriebsvergütungen senken und interne Prozesse effizienter gestalten. Einige Versicherer haben bereits angekündigt, auf ein rein digitales Modell ohne Aussendienst zu setzen.

Garantieprodukte bleiben möglich

Versicherer haben einen Vorteil bei Garantieprodukten: Nur sie können eine 80%- oder 100%-Beitragsgarantie über ihren Deckungsstock anbieten. Für risikoaverse Sparer, die Sicherheit über Rendite stellen, bleibt das eine relevante Option.

Das staatliche Standarddepot

Parallel zu den privaten Anbietern entsteht ein öffentlich verwaltetes Standarddepot. Es soll die günstigste Option am Markt sein und als Benchmark für alle anderen Anbieter dienen. Die Kosten sollen bei maximal 0,3% pro Jahr liegen. Das Standarddepot wird voraussichtlich ein global diversifiziertes ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Portfolio mit automatischer Altersabhängiger Umschichtung anbieten.

Was bedeutet das für dich? Nehmen wir an, du heißt Laura (29) und möchtest ab 2027 mit 200 EUR/Monat starten. Bei einem Neobroker mit 0,2 % TER erreichst du in 38 Jahren (bis 67) ca. 390.000 EUR. Bei einem klassischen Versicherer mit 0,9 % TER wären es nur ca. 310.000 EUR — 80.000 EUR weniger, allein durch den Kostenunterschied. Warte auf die Anbieter-Zertifizierung im Herbst 2026 und vergleiche dann sorgfältig.

Worauf solltest du bei der Anbieterauswahl achten?

Wenn du ab 2027 ein Altersvorsorgedepot eröffnen willst, achte auf folgende Kriterien: Gesamtkosten pro Jahr (je niedriger, desto besser), verfügbare ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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-Auswahl, Qualität der App oder Plattform, Möglichkeit zum Anbieterwechsel und ob ein Lifecycle-ModellWas ist Lifecycle-Modell?Automatische Umschichtung: Je näher die Rente rückt, desto mehr wird von Aktien in sichere Anleihen umgeschichtet. Reduziert das Risiko vor der Auszahlung.
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angeboten wird. Unser Anbietervergleich wird ab Herbst 2026 die ersten zertifizierten Produkte gegenüberstellen.

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Das Altersvorsorgedepot befindet sich im Gesetzgebungsprozess — Details können sich noch ändern.

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