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Schwellenländer-Märkte im MSCI Emerging Markets

Key-Facts: MSCI Emerging Markets

  • Anzahl Unternehmen ca. 1.400
  • Abgedeckte Länder 24 Schwellenländer
  • Größte Märkte China (~25 %), Indien (~20 %), Taiwan (~18 %)
  • Typische TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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    0,14 bis 0,18 % p.a.
  • Empfohlene Beimischung 20 bis 30 % in der 2-ETF-Strategie
  • Volatilität Deutlich höher als MSCI World
Das Wichtigste in Kürze:
  • Ca. 1.400 Unternehmen aus 24 Schwellenländern
  • China, Indien und Taiwan machen 60 % des Index aus
  • Empfohlene Beimischung: 20 bis 30 % in der 2-ETF-Strategie
  • Typische TER ab 0,14 % (iShares Core MSCI EM IMI)
  • Politische Risiken (China, Taiwan) als spezifische Gefahr

Was sind Emerging Markets?

Emerging Markets — auf Deutsch Schwellenländer — sind Volkswirtschaften auf dem Weg vom Entwicklungsland zum Industrieland. Sie zeichnen sich durch überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, eine wachsende Mittelschicht und zunehmende Integration in den Welthandel aus. Gleichzeitig bringen sie politische Risiken, regulatorische Unsicherheiten und höhere Kursschwankungen mit.

Der MSCI Emerging Markets Index umfasst rund 1.400 Unternehmen aus 24 Ländern. Die größten Positionen sind Halbleiterhersteller aus Taiwan (TSMC allein ca. 10 % des Index), Technologiekonzerne aus China und indische IT-Firmen. Zusammen machen China, Indien und Taiwan rund 60 % des Index aus.

Länderverteilung im MSCI Emerging Markets

Land Gewichtung Wichtige Unternehmen/Sektoren
China ca. 25 % Tencent, Alibaba, Meituan — Technologie, Konsum
Indien ca. 20 % Reliance, Infosys, HDFC — IT, Finanzen, Energie
Taiwan ca. 18 % TSMC — Halbleiter (allein ca. 10 % des Index)
Südkorea ca. 12 % Samsung, SK Hynix — Technologie, Halbleiter
Brasilien ca. 5 % Vale, Petrobras — Rohstoffe, Energie
Übrige 19 Länder ca. 20 % Saudi-Arabien, Mexiko, Indonesien, Südafrika u.a.
Achtung: Im FTSE-Indexuniversum gilt Südkorea als Industrieland und ist nicht im FTSE Emerging Markets enthalten. Im MSCI-Universum zaehlt Südkorea dagegen als Schwellenland. Wenn du einen FTSE All-World besparst, ist Südkorea dort bereits in der Industrieländer-Komponente enthalten.

Warum Schwellenländer im Altersvorsorgedepot?

Schwellenländer machen rund 40 % des globalen BIP aus, sind aber im MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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nicht vertreten. Wer nur den MSCI World bespart, setzt ausschließlich auf Industrieländer — und lässt damit einen erheblichen Teil der Weltwirtschaft aussen vor. Im Altersvorsorgedepot hast du einen besonders langen Anlagehorizont. Die Nachgelagerte BesteuerungWas ist Nachgelagerte Besteuerung?Steuerprinzip bei der Altersvorsorge: In der Ansparphase steuerfrei, erst bei der Auszahlung im Ruhestand wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert.
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und die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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machen das Depot ideal für langfristiges Wachstum.

Demografisch und wirtschaftlich sehen die Aussichten für viele Schwellenländer auf Sicht von 20 bis 30 Jahren positiver aus als für die alternden Industrieländer. Das bedeutet nicht automatisch höhere Aktienrenditen, aber es spricht für eine gewisse Beimischung. Die AbgeltungsteuerWas ist Abgeltungsteuer?Pauschale Steuer von 26,375% (inkl. Soli) auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Gilt für normale Depots, NICHT für das Altersvorsorgedepot in der Ansparphase.
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entfällt während der Ansparphase, und die VorabpauschaleWas ist Vorabpauschale?Jährliche Mini-Steuer auf Fondsgewinne in normalen Depots. Im Altersvorsorgedepot fällt sie NICHT an — ein Vorteil gegenüber dem freien ETF-Depot.
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greift im Altersvorsorgedepot nicht — ein klarer Vorteil gegenüber dem freien Depot.

Schwellenländer Wachstumspotenzial und ETF-Auswahl

Rendite vs. Risiko: Der ehrliche Vergleich

Zeitraum MSCI Emerging Markets MSCI World Differenz
5 Jahre ca. 3 bis 5 % p.a. ca. 12 bis 14 % p.a. EM deutlich schwächer
10 Jahre ca. 4 bis 6 % p.a. ca. 10 bis 11 % p.a. EM schwächer
20 Jahre ca. 7 bis 9 % p.a. ca. 8 bis 10 % p.a. Annähernd gleich

In den letzten 10 Jahren haben Schwellenländer deutlich schlechter abgeschnitten als Industrieländer. Über 20 Jahre gleicht sich das Bild an. Schwellenländer haben typischerweise Phasen starker Outperformance (z.B. 2003 bis 2007) und Phasen der Underperformance. Ob und wann die nächste Outperformance-Phase kommt, kann niemand zuverlässig vorhersagen.

Optimale Gewichtung: 20 bis 30 %

In der klassischen 2-ETF-Strategie wird der Emerging-Markets-Anteil oft mit 20 bis 30 % angesetzt. Beim FTSE All-World oder MSCI ACWI liegt der Schwellenländer-Anteil automatisch bei rund 10 bis 12 % — das entspricht der marktkapitalisierten Gewichtung.

Es gibt keine "richtige" Gewichtung. Entscheide anhand deiner eigenen Überzeugung, ob du Schwellenländer bewusst übergewichten möchtest. Im Altersvorsorgedepot kannst du dir dank des langen Horizonts eine höhere Quote leisten. Bedenke aber, dass jeder zusätzliche ETF das RebalancingWas ist Rebalancing?Regelmäßige Umschichtung der Anlagen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen. Im Altersvorsorgedepot steuerfrei möglich.
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komplexer macht. Nutze unseren Rechner, um verschiedene Szenarien durchzuspielen. Der Depot-Vergleich zeigt den Vorteil des Altersvorsorgedepots gegenüber einem freien ETF-Depot, und der Sparraten-Rechner hilft bei der optimalen Planung.

Falls dir das Rebalancing zu aufwaendig ist, erreichst du mit einem einzelnen FTSE All-World oder MSCI ACWI automatisch eine Schwellenländer-Quote von rund 10 bis 12 %. Das ist weniger als die oft empfohlenen 20 bis 30 %, aber besser als gar keine Beimischung. Im Altersvorsorgedepot ist Einfachheit oft mehr wert als die letzte Prozent Optimierung — denn die GrundzulageWas ist Grundzulage?Staatlicher Zuschuss zum Altersvorsorgedepot: 50% auf die ersten 360 EUR, 25% auf 361-1.800 EUR Eigenbeitrag. Maximal 540 EUR pro Jahr.
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und der SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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bringen dir ohnehin eine garantierte Förderung, die keine Asset-Allokation der Welt ersetzen kann.

Welche EM-ETFs gibt es?

Der bekannteste EM-ETF ist der iShares Core MSCI EM IMI (ISIN: IE00BKM4GZ66, TERWas ist TER?Total Expense Ratio — die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds/ETFs in Prozent. Günstige ETFs: 0,1-0,3%. Das Standarddepot darf max. 1,0% kosten.
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0,18 %), der über 3.300 Unternehmen enthaelt — inklusive Small Caps. Die reine MSCI-EM-Variante ohne Small Caps (z.B. Xtrackers MSCI Emerging Markets, IE00BTJRMP35, TER 0,14 %) ist etwas günstiger, aber schmaler aufgestellt. Beide sind im Altersvorsorgedepot als thesaurierende Variante erhältlich.

Rechenbeispiel: David (30) nutzt 70/30: 140 EUR in MSCI World und 60 EUR in MSCI EM. Bei 7 % (World) und 8 % (EM) wächst sein Depot in 37 Jahren auf ca. 350.000 EUR. Nur MSCI World: ca. 330.000 EUR — EM-Beimischung bringt bei höherem Risiko ca. 20.000 EUR mehr.

Vorteile Emerging Markets ETF

  • Zugang zu 40 % der Weltwirtschaft
  • Höheres langfristiges Wachstumspotenzial
  • Günstige Bewertungen im historischen Vergleich
  • Diversifikation gegenüber US-lastigen Portfolios
  • Niedrige Kosten (TER ab 0,14 %)

Nachteile und Risiken

  • Deutlich höhere Volatilität als Industrieländer
  • Politische und regulatorische Risiken (z.B. China)
  • Währungsrisiko gegenüber dem Euro
  • Konzentration auf wenige Länder (China, Indien, Taiwan)
  • Schwächere Rendite in den letzten 10 Jahren

Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Das Altersvorsorgedepot befindet sich im Gesetzgebungsprozess — Details können sich noch ändern.

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Wie wirkt sich ein höherer EM-Anteil auf dein Altersvorsorgedepot aus? Inklusive KinderzulageWas ist Kinderzulage?Zusätzliche staatliche Zulage von bis zu 300 EUR pro kindergeldberechtigtem Kind pro Jahr. Wird als 1:1-Matching des Eigenbeitrags gewährt.
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und SonderausgabenabzugWas ist Sonderausgabenabzug?Beiträge zum Altersvorsorgedepot (bis 1.800 EUR/Jahr) können als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden und reduzieren die Einkommensteuer.
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