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Bayer Aktie — Vom Aspirin-Erfinder zum Monsanto-Desaster
Gründung
1863
Mitarbeiter
~100.000
Umsatz (2024)
47 Mrd. EUR
Dividende
0,4%
KGV
n/a (negativ)
MSCI-Gewicht
~0,01%

Key-Facts: Bayer AG

  • Unternehmen Bayer AG
  • ISIN DE000BAY0017
  • Ticker BAYN
  • Börse XETRA
  • Branche Pharma / Agrar
  • Land Deutschland
  • Marktkapitalisierung ca. 25 Mrd. EUR

Eine Erfolgsgeschichte über 150 Jahre — bis 2018

Bayer wurde 1863 in Barmen (heute Wuppertal) gegründet und schrieb deutsche Industriegeschichte. 1899 brachte das Unternehmen Aspirin auf den Markt — bis heute eines der bekanntesten Medikamente der Welt. Über die Jahrzehnte wuchs Bayer zu einem globalen Pharma- und Chemiekonzern. Die Trennung von der Kunststoffsparte Covestro 2015 und die Fokussierung auf Pharma und Agrar galten als strategisch klug. Bayer war ein DAX-Schwergewicht, eine Dividendenperle, ein Stolz der deutschen Wirtschaft. Dann kam Werner Baumann mit einer Idee.

Die 63-Milliarden-Dollar-Katastrophe: Monsanto

Im Juni 2018 schloss Bayer die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto ab — für 63 Milliarden Dollar, die teuerste Akquisition, die ein deutsches Unternehmen je getätigt hat. Die Idee: Bayer wollte zum globalen Marktführer für Pflanzenschutz und Saatgut werden, ein "Life Science"-Konzern von der Saat bis zur Ernte. Auf dem Papier klang das strategisch. In der Realität kaufte Bayer eine Zeitbombe.

Monsanto war in den USA bereits wegen seines Unkrautvernichters Roundup (Wirkstoff: Glyphosat) verklagt worden. Bayer wusste das. Der Vorstand um CEO Werner Baumann ging davon aus, die Klagen seien beherrschbar. Es war die größte Fehleinschätzung in der Geschichte der deutschen Wirtschaft.

100.000 Klagen: Der juristische Albtraum

Nach der Übernahme explodierten die Glyphosat-Klagen. Über 100.000 Klaeger — vor allem US-Amerikaner, die Roundup im Garten verwendet hatten — beschuldigten das Mittel, Krebs zu verursachen. US-Geschworenengerichte sprachen zunächst Milliardensummen zu. Bayer legte Berufung ein, verhandelte Vergleiche, bildete Rückstellungen. Der Aktienkurs kollabierte. Von einem Hoch bei rund 140 Euro vor der Übernahme fiel Bayer auf unter 30 Euro — ein Verlust von über 75% des Börsenwertes. Ganze Renten, die auf Bayer-Aktien aufgebaut waren, loesten sich in Luft auf.

Der Mann, der Bayer zerstörte

Werner Baumann, der die Übernahme vorangetrieben hatte, blieb bis 2023 CEO. Bereits bei der Hauptversammlung 2019 stimmten 55% der Aktionäre gegen seine Entlastung — ein beispielloser Vorgang in der DAX-Geschichte. Trotzdem blieb Baumann im Amt. Als er schließlich 2023 abloeste wurde, hatte die Bayer-Aktie drei Viertel ihres Wertes verloren. Die Dividende, einst bei über 2 Euro pro Aktie, wurde auf 11 Cent zusammengestrichen. Bayer-Aktionäre verloren nicht nur Kursgewinne — sie verloren Vermögen.

Was von Bayer übrig bleibt

Abseits des Monsanto-Desasters hat Bayer weiterhin starke Geschäftsfelder. Xarelto (Bluverduenner) war jahrelang ein Blockbuster-Medikament, läuft aber aus. Die Agrar-Sparte Crop Science ist nach wie vor weltweit führend. Und das Consumer-Health-Geschäft mit Aspirin, Bepanthen und Alka-Seltzer liefert stabile Umsätze. Neuer CEO Bill Anderson (seit 2023) restrukturiert den Konzern radikal: Weniger Hierarchien, schnellere Entscheidungen, Fokus auf die Pipeline. Ob das reicht, um Bayer zu retten, ist offen. Die Klagen sind noch nicht alle beigelegt.

Wusstest du?

Die Monsanto-Übernahme für 63 Milliarden Dollar übersteigt die Marktkapitalisierung von Bayer (rund 25 Milliarden Euro, Stand 2026) um das Doppelte. Bayer hat also mehr für Monsanto bezahlt, als der gesamte Konzern an der Börse wert ist. Es ist, als hättest du ein Haus für 630.000 Euro gekauft und festgestellt, dass das gesamte Grundstück inklusive Haus nur 250.000 Euro wert ist.

Performance: Bayer-Aktie im Zeitverlauf

1 Jahr
-25%
5 Jahre
-60%
10 Jahre
-70%
MSCI World
+180% (10J)

-70% in zehn Jahren. Aus 10.000 Euro in Bayer wären 3.000 Euro geworden. Im gleichen Zeitraum hätte der MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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aus 10.000 Euro 28.000 Euro gemacht. Der Unterschied: 25.000 Euro — pro 10.000 Euro Einsatz. Bayer ist der schmerzhafteste Beweis dafür, warum ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s für die Altersvorsorge besser geeignet sind als Einzelaktien. Kein Analystenmodell der Welt hätte 2018 vorhergesagt, dass eine Übernahme einen 160 Jahre alten Konzern so zerstören kann.

Bayer als Lehrbeispiel: Warum ETFs schützen

Stell dir vor, du hättest 2015 deine Altersvorsorge auf drei "solide deutsche Dividendenaktien" aufgebaut: Bayer, BASF und Volkswagen. Zehn Jahre später hättest du mit allen drei Geld verloren. Ein simpler MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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hätte im gleichen Zeitraum +180% geliefert. Bayer allein zeigt: Selbst Traditionsunternehmen mit 160 Jahren Geschichte können durch eine einzige Fehlentscheidung im Vorstand drei Viertel ihres Wertes vernichten. Dagegen schützt nur Streuung.

In welchen ETFs steckt Bayer?

  • DAX — noch enthalten, aber stark geschrumpftes Gewicht
  • MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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    — minimales Gewicht (~0,01%)
  • STOXX Europe 600 Health Care — Branchenindex

Im MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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macht Bayer weniger als 0,01% aus. Selbst wenn Bayer morgen pleiteginge, würde ein MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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-Anleger es kaum bemerken. Genau das ist der Punkt.

Wichtig: Im Altersvorsorgedepot (ab 2027) sind Einzelaktien wie Bayer nicht zugelassen. Nur breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s auf anerkannte Indizes (z.B. MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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, MSCI ACWI) kommen infrage. Bayer ist dort nur mit minimalem Gewicht vertreten — das Einzelrisiko spielt praktisch keine Rolle.

Aus Bayer lernen: Streuung schützt Vermögen

Eine einzige Fehlentscheidung kann eine 160-jährige Erfolgsgeschichte zerstören. Das Altersvorsorgedepot schützt durch breite Streuung. Berechne deinen Vorteil.

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Fazit: Das deutlichste Argument für ETFs statt Einzelaktien

Bayer ist nicht irgendeine gescheiterte Firma — es ist ein 160 Jahre altes Traditionsunternehmen, Erfinder von Aspirin, ehemaliges DAX-Schwergewicht. Trotzdem hat eine einzige Vorstandsentscheidung drei Viertel des Börsenwertes vernichtet. Die Dividende ist praktisch abgeschafft, die Klagen laufen weiter, die Zukunft ist ungewiss. Für Anleger ist Bayer das stärkste Argument, das es für breit gestreute ETFWas ist ETF?Exchange Traded Fund — ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex (z.B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
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s gibt. Im MSCI WorldWas ist MSCI World?Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Durchschnittliche Rendite seit 1970: ca. 7% pro Jahr. Der Klassiker für ETF-Sparpläne.
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ist Bayer mit 0,01% vertreten — unsichtbar, harmlos und genau richtig dosiert.

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